Bild: MAN Nutzfahrzeuge

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Bis zum Jahr 2020 sollen alternative Antriebe bei Nutzfahrzeugen Marktanteile zwischen 15 % und 50 % gewinnen.
DÜSSELDORF (ks). Die Zulieferer sehen in diesem Trend vor allem Chancen. Die Gesamtstückzahl an hybriden Nutzfahrzeugen wird bis 2020 bei schweren und mittelschweren Nutzfahrzeugen weltweit auf über 300 000 pro Jahr anwachsen, prognostiziert die Unternehmensberatung A.T. Kearney. Inklusive leichter Nutzfahrzeuge sind sogar über 1 Mio Hybride pro Jahr zu erwarten.
„Für Zulieferer bietet die Hybridisierung und die damit verbundene Erweiterung des Produktportfolios vor allem Chancen: Im Jahr 2020 ergibt sich ein Marktpotenzial von etwa 10 Milliarden Euro durch Komponenten für Nutzfahrzeug-Hybridantriebe“, so Stephan Krubasik, Co-Autor der Studie. Viele Zulieferer haben dieses Potenzial bereits erkannt und richten ihre Geschäftsaktivität entsprechend aus: 90 % der Zulieferer geben an, dass sie von einer wachsenden Bedeutung von alternativen Antrieben für ihr Geschäft ausgehen. Weitere 80 % glauben, dass die steigende Bedeutung der neuen Technologie zu einer weiteren Verschiebung der Wertschöpfung zu den Zulieferern führen wird und damit eine große Chance für die Zulieferindustrie darstellt.
Die Annahme, dass sich vor allem leichte Nutzfahrzeuge zur Hybridisierung eignen, hat sich laut Studie nicht bestätigt. „Tatsächlich gilt oftmals: je schwerer desto besser“, sagt Studienautor Dr. Götz Klink.