FRIEDRICHSHAFEN (Dow Jones/rm). Auf die Ergebnisprognosen 2010 und 2011 soll der Schritt aber keine Auswirkungen haben, kündigte der Friedrichshafener MDAX-Konzern am Mittwoch mit.

Tognum begründete den Ausstieg bei stationären Brennstoffzellen mit den zu schlechten Geschäftschancen. Marktinitiativen und die Suche nach Partnerschaften für die Serienfertigung seien nicht hinreichend erfolgversprechend gewesen. Zunächst als aussichtsreich angesehene Verhandlungen mit einem möglichen asiatischen Kooperationspartner seien am Dienstag gescheitert.

Im Jahresabschluss 2010 entstünden daher nicht-operative Einmalbelastungen von voraussichtlich 60 Mio EUR. Dabei erfolge eine Neubewertung der Aktiva von rund 40 Mio EUR einschließlich der aktivierten Entwicklungskosten, zudem würden Rückstellungen von rund 20 Mio EUR vorgenommen, die durch die Beendigung des Brennstoffzellen-Geschäfts bedingt sind.

Die bisherige Prognose für das Gesamtjahr 2010 wird von den Sonderaufwendungen nicht beeinflusst. Tognum erwartet für 2010 unverändert einen Umsatz von 2,550 Mrd EUR sowie eine bereinigte EBIT-Marge im oberen Bereich des bisher kommunizierten Korridors von 7,5% bis 9%. Das Unternehmen will auch bei seiner Dividendenpolitik bleiben, 30% bis 50% des bereinigten Konzernüberschusses auszuschütten.

Auch die Aussichten für 2011 seien von diesem Schritt nicht beeinträchtigt: Das Unternehmen erwartet ein Umsatzwachstum im Bereich von 10% sowie eine bereinigte EBIT-Marge im hohen einstelligen Bereich. Die mittelfristigen Wachstumsziele blieben unverändert.