DÜSSELDORF (Dow Jones/rm). Angestrebt werde eine Notierung im schwach regulierten Entry Standard, teilte das in Köngen bei Stuttgart ansässige Unternehmen am Freitag mit. Organisiert wird der Gang an den Kapitalmarkt durch die equinet Bank, hieß es weiter.

Die Solutronic AG entwickelt und vertreibt den Angaben zufolge Wechselrichter für Photovoltaikanlagen. Produziert werden die Geräte von Auftragsfertigern, so dass die Belegschaft derzeit aus 39 Mitarbeitern besteht. Mit den Erlösen des Börsengangs will das Unternehmen das weitere Wachstum finanzieren.

Bislang ist das Geschäftsvolumen noch überschaubar. Seit Beginn 2008 hat das Unternehmen laut Mitteilung knapp 20.000 Wechselrichter mit einer Nennleistung von rund 100 Megawatt (MW) verkauft. Zum Vergleich: Der im TecDAX notierte Weltmarktführer SMA Solar hat allein im zweiten Quartal eine Wechselrichterleistung von 1.900 MW abgesetzt.

Entsprechend sind die Umsätze von Solutronic auch noch niedrig. In den ersten neun Monaten dieses Jahres lagen sie bei rund 16,6 Mio EUR, was allerdings deutlich mehr war als im Vorjahreszeitraum. Im gesamten Jahr 2009 erlöste das Unternehmen demnach 4,8 Mio EUR. Bei der Profitabilität reicht das Unternehmen fast an den Marktführer heran: Bis Ende September wurde ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 4,4 Mio EUR erwirtschaftet, was einer Marge von 26,5% entspricht. SMA erzielte im ersten Halbjahr eine EBIT-Marge von 27%.

Solutronic befindet sich derzeit zu knapp drei Vierteln im Eigentum des Gründers und Vorstands Wieland Scheuerle; die restlichen Anteile hält die Beteiligungsgesellschaft EKK Dr. Engelhardt, Kaupp, Kiefer Unternehmensbeteiligungen GmbH. Einem Sprecher zufolge ist bei dem Börsengang neben der Ausgabe neuer Aktien auch eine Veräußerung von Anteilen durch die Aktionäre geplant.