Das Werkzeug-Reinigungssystem Toolblaster air arbeitet ausschließlich mit Druckluft, während der

Das Werkzeug-Reinigungssystem Toolblaster air arbeitet ausschließlich mit Druckluft, während der Toolblaster ice zusätzlich flüssiges Kohlendioxid klimaneutral verwendet. (Bild: Miksch GmbH)

Mit dem Reinigungssystem Toolblaster, das in  Zusammenarbeit  zwischen der Miksch GmbH und mycon entstand, lassen sich Konus und Anlageflächen bei Werkzeugaufnahmen, also den Schnittstellen zur Maschine, schnell und sicher reinigen.
GÖPPINGEN (rm). Verschmutzte Werkzeugaufnahmen wurden bislang entweder mit Druckluft, mit einer Bürste – eventuell noch in Verbindung mit Druckluft – oder mit Kühlschmiermittel gereinigt. Keines dieser Reinigungsprinzipien ist ausreichend effizient und sicher. Besonders nachteilig ist das, wenn auf hochwertigen Maschinen Hochpräzisionsteile entstehen sollen. Hierfür sind schmutzfrei und einwandfrei spannende Werkzeugaufnahmen ebenso Voraussetzung wie das Erfüllen hoher Anforderungen an Rundlauf und Wuchtgüte.

Das spezielle Reinigungssystem arbeitet berührungslos. So können keine Verunreinigungen entstehen oder verschleppt werden. Der Toolblaster air arbeitet ausschließlich mit Druckluft, während der Toolblaster ice zusätzlich flüssiges Kohlendioxid klimaneutral verwendet.

Über eine spezielle Düsenform wird Schnee auf den Konus der Werkzeugaufnahme gestrahlt. Dabei ergibt sich ein sehr hoher Impuls. Durch den Kälteeffekt kommt es zu einer Versprödung und einem Abplatzen der Verschmutzung ohne weiteren Verschleiß. Dieses Prinzip wird bereits seit längerem in der Teilereinigung eingesetzt.

Zum Vorteil der sicheren Entfernung von Spänen und Schneidölen mit dem Toolblaster kommt hinzu, dass der Trockenschnee vom festen Zustand in einen gasförmigen Aggregatszustand übergeht (Sublimations-Effekt). Trifft der Schnee auf eine Oberfläche, verflüssigt er sich nicht, sondern geht in den gasförmigen Zustand über. Auf diese Weise findet innerhalb kurzer Zeit eine rückstandsfreie Reinigung statt.

Die Arbeitsposition des Reinigungsprozesses ist dabei frei wählbar. Der Toolblaster kann entweder im Magazinbereich oder in einem besonderen Reinigungsbereich positioniert werden. Daher eignet sich das System sowohl für neue Anlagen wie auch zum Nachrüsten.