Der Pumpenspezialist Wilo legte gute Zahlen für 2014 vor. Im Bild die Vorstandsmitglieder (v.l.)

Der Pumpenspezialist Wilo legte gute Zahlen für 2014 vor. Im Bild die Vorstandsmitglieder (v.l.) Markus Beukenberg (CTO), Oliver Hermes (CEO), Eric Lachambre (COO) und Carsten Krumm (COO). - Bild: Wilo

Der Dortmunder Pumpenspezialist Wilo hat im Geschäftsjahr 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 1.234,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Das EBIT lag mit 111,2 Millionen Euro weiter auf hohem Niveau.

Laut einer Mitteilung ist die Wilo-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 währungsbereinigt um drei Prozent gewachsen und hat umsatzseitig die Rekordniveaus der Vorjahre übertroffen. Trotz dieser negativer Währungseffekte hat der Dortmunder Pumpenspezialist Umsatzerlöse in Höhe von 1.234,7 Millionen Euro erwirtschaftet.

Der operative Gewinn (EBIT) sei absolut zwar unter dem Vorjahreswert geblieben, liege mit 111,2 Millionen Euro weiter auf hohem Niveau. “Die EBIT-Rendite von neun Prozent liegt in unserem strategischen Korridor einer relativen Profitabilität in Höhe von neun bis 11 Prozent. Im gegebenen Umfeld ist dies insgesamt ein zufriedenstellendes Ergebnis”, so der Wilo Vorstandsvorsitzende Oliver Hermes. “Ohne die negativen Währungseffekte wäre das EBIT absolut um 4,9 Millionen Euro höher ausgefallen”, ordnete er das Ergebnis ein.

In der Region Europe erzielte die Wilo Gruppe 2014 im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Umsatzplus von 0,4 Prozent. Die Umsatzerlöse verbesserten sich dabei um 2,8 Millionen Euro auf 700,9 Millionen Euro. Deutliche Umsatzsteigerungen in den osteuropäischen EU-Staaten, auf den britischen Inseln und in den Beneluxländern haben die Umsatzrückgänge im deutschsprachigen Raum, in Frankreich sowie den nordischen und baltischen Ländern mehr als ausgeglichen.

In der Region EMEA (East, Middle East, Africa) stiegen die Umsatzerlöse währungsbereinigt um 10,9 %. In Russland stiegen die Umsatzerlöse um 12 Prozent, in der Türkei um 10,8 Prozent. Die Entwicklung in Euro ist in beiden Ländern durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sowie die politischen Unsicherheiten in der Türkei beeinträchtigt, die zu signifikanten Abwertungen des russischen Rubels, der ukrainischen Hrywnja und der türkischen Lira geführt haben.

Die Investitionen, vor allem in Kapazitätserweiterungen, neue Fertigungstechnologien und den Ausbau der vorhandenen Vertriebs- und Produktionsstandorte erhöhten sich im Berichtsjahr um 2,2 Millionen Euro auf 66,1 Millionen Euro. Dabei entfielen allein 50,6 Millionen Euro in die Modernisierung und Erweiterung von Produktionskapazitäten in den wichtigen europäischen Märkten Deutschland und Frankreich.

Mit 149,1 Millionen Euro bleibt die Liquiditätsposition sehr gut. Die Wilo Gruppe konnte ihre Finanzverbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2014 weiter zurückführen und erzielte einen positiven Free Cashflow in Höhe von 38,0 Millionen Euro.

Im Zuge des größten Standortentwicklungsprogramms der Unternehmensgeschichte entstehen bei Wilo in Dortmund bis zum Jahr 2020 auf einer Fläche von 110.000 Quadratmetern ein neuer Produktionskomplex sowie moderne Gebäude für Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt im hohen, zweistelligen Millionenbereich. Ende 2015 wird der erste Spatenstich für das Werk erfolgen, das im Frühjahr 2018 in Betrieb genommen werden soll. 2020 soll der gesamte neue Wilo Campus, der Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik und Verwaltung am historischen Stammsitz des Traditionsunternehmens in Dortmund konzentriert, fertiggestellt sein.

Wilo Gruppe / Stefan Weinzierl