Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima wurden neue Flächen für die Windenergie ausgewiesen. -

Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima wurden neue Flächen für die Windenergie ausgewiesen. - Bild: Nordex

Abzüglich abgebauter Altanlagen bleibt ein Nettoplus von 4.400 Megawatt. Nicht berücksichtigt sind die Windräder auf See. Das entspricht einem Zuwachs bei der Leistung von 58 Prozent gegenüber 2013, wie der Bundesverband Windenergie mitteilte.

“Das war nur möglich weil die Landesregierungen nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima neue Flächen für die Windenergie ausgewiesen haben”, sagte der Präsident des Bundesverbandes Windenergie, Hermann Albers.

Die meisten Anlagen wurden mit 455 Windrädern in Schleswig-Holstein gebaut, gefolgt von Niedersachsen mit 227. Schlusslicht bilden die Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin mit nur wenigen Turbinen. Insgesamt wurden damit 6,2 Milliarden Euro investiert. “Wir stehen an der Spitze der Energiewende”, freute sich Albers für seine Branche.

Der rasche Ausbau der Windkraft an Land übersteigt die Berechnungen der Bundesregierung. Sie hatte nur ein Plus von 2.500 Megawatt erwartet. Auch 2015 wird der Sektor deutlich über Plan bleiben. Gerechnet wird mit einem Neubau von 3.500 bis 4.000 Megawatt.

Dow Jones Newswires/Evelyn Mahlik