BMW will mit 'AlphaCity' ein Wörtchen am Carsharing-Markt für Firmen mitreden (Bild:

BMW will mit 'AlphaCity' ein Wörtchen am Carsharing-Markt für Firmen mitreden (Bild: ehrenberg-bilder - Fotolia.com).

Barcelona (DJ/ilk). “Das wird das erste Leasing-basierte Carsharing-System”, sagte Christian Steiner, Leiter von Mobility Services bei BMW. Das Projekt spiegele einen neuen Trend im Verhalten der Kunden. Gerade jüngere Kunden möchten nicht unbedingt ein Auto besitzen, aber sie wollen sich ein Auto mieten, wenn sie es brauchen. Derzeit betreibt BMW in Deutschland, Frankreich und Großbritannien schon eine Versuchsflotte von 60 bis 70 Autos. Einen Start auch in den USA und China sieht BMW schon “am Horizont”, hier existiere aber noch kein Zeitrahmen. Das erwartete Marktvolumen wollte Steiner nicht nennen. Die Frage, ob eine Ausweitung des Programms außerhalb Europas mit Übernahmen verbunden sei, wollte ein Unternehmenssprecher nicht kommentieren. Innerhalb der nächsten sechs Wochen werde BMW “sechs große, prominente Unternehmen” benennen, die mit ihren Flotten am Carsharing-Programm teilnehmen, sagte Steiner.

BMW erwartet von dem neuen Geschäft zusätzlichen Umsatz, da Unternehmensfuhrparks sich traditionell auf Massen-Marken, nicht auf Premium-Marken konzentrieren. Das “Alphacity”-Programm sei komplementär zu dem Autovermietungsgeschäft namens “Drive Now”, das BMW gemeinsam mit Sixt in Berlin und München betreibt und sich an Privatkunden richtet.

“Alphacity” nimmt einen Aufschlag von 15% auf die Leasingrate eines Autos. Durch bessere und flexiblere Nutzung durch mehrere Kunden sollen die Kosten aber letztlich geringer ausfallen als die Leasingrate. Gebucht werden kann ein Auto mit Hilfe einer Online-Registrierung. Nach erfolgreicher Registrierung erhalten die Kunden per RFID-Chip Zugang zum Auto, ein Schlüssel wird nicht gebraucht. Ein Smartphone-App gibt dem Betreiber der Flotte einen Überblick über die einzelnen Autos. Im September hatte BMWs Flottenmanagement Alphabet das Leasinggeschäft der niederländischen Bank ING für 637 Mio Euro übernommen, um einen der fünf größten Autofinanzierungsgesellschaften Europas zu formen und den Weg für das AlphaCity-Projekt zu ebnen. Das Geschäft hat mehr als 460.000 Autos in 18 Ländern unter Vertrag.