Die Insel Astypalea, wie sie sich VW als Öko-Vorbild vorstellt.

So stellt sich VW Astypalea als Öko-Insel vor. - Bild: Volkswagen

Aus der griechischen Insel Astypalea soll nach dem Willen der griechischen Regierung in Zusammenarbeit mit dem Autobauer VW ein Modell für klimaneutrale Mobilität werden. Das haben die beiden Seiten am Mittwoch (04.11.) in einer Absichtserklärung vereinbart.

Die Insel werde in den kommenden Jahren ein völlig neues Verkehrssystem mit E-Autos und -Bussen, E-Bikes und Car-Sharing erhalten, teilten die Partner am Mittwoch (04.11.) bei einer Video-Pressekonferenz mit. Der Strom dazu soll künftig vollständig durch Wind- und Sonnennutzung gewonnen werden. Bisher ist die Insel vollständig auf fossile Energie angewiesen. Das Projekt sei seines Wissens weltweit einzigartig, sagte VW-Vorstandschef Herbert Diess.

"Was wir sehen werden, ist ein kondensierter Prozess von zwei bis drei Jahren, der zeigen wird, wie es im Rest der Welt in 20 oder 30 Jahren aussehen könnte", so Diess. Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis begründete die Partnerschaft so: "Regierungen können nicht alleine alle Erwartungen erfüllen, und die Privatwirtschaft hat nicht die Antwort auf jede Frage."

Komplette Insel soll auf E-Mobilität umsteigen

Insgesamt sollen auf Astypalea mehrere tausend Verbrenner durch 1.000 Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Dazu werde eine entsprechende Ladeinfrastruktur aufgebaut. Der griechische Staat wird die Inselbewohner mit bis zu 12.000 Euro beim Kauf eines E-Mobils unterstützen. Dem Vernehmen nach wird VW die Fahrzeuge zudem günstiger anbieten.

Zum Auftakt will das Unternehmen rund drei Millionen Euro investieren, mittelfristig sind laut Diess rund zehn Millionen Euro veranschlagt. Auf diese Höhe beläuft sich nach Regierungsangaben auch das Investment des griechischen Staates.

Astypalea liegt in der südlichen Ägäis und hat mit rund 100 Quadratkilometern eine Fläche ähnlich der von Sylt, jedoch nur rund 1.300 Einwohner (Sylt: rund 18.000). Im Laufe des Projekts soll ein Teil der klassischen Autovermietungen in ein Carsharing umgewandelt werden, das neben E-Autos auch E-Roller und -Bikes anbietet.

Auch der öffentliche Nahverkehr soll mit E-Mobilen bestückt, sowie Nutzfahrzeuge der Inselwirtschaft und der Behörden ausgetauscht werden. Astypalea empfängt rund 70.000 Touristen pro Jahr und könnte ein Paradebeispiel für umweltfreundlichen Tourismus werden, hofft man in Athen.

Alles Wissenswerte zum Thema CO2-neutrale Industrie

Sie wollen alles wissen zum Thema CO2-neutrale Industrie? Dann sind Sie hier richtig. Alles über den aktuellen Stand bei der klimaneutralen Industrie, welche technischen Innovationen es gibt, wie der Maschinenbau reagiert und wie die Rechtslage ist erfahren Sie in dem Beitrag "Der große Überblick zur CO2-neutralen Industrie".

Um die klimaneutrale Industrie auch  real werden zu lassen, benötigt es regenerative Energien. Welche Erneuerbaren Energien es gibt und wie deren Nutzen in der Industrie am höchsten ist, lesen Sie hier.

Oder interessieren Sie sich mehr für das Thema Wasserstoff? Viele Infos dazu gibt es hier.

Sie möchten gerne weiterlesen?

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos:

Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.
*

Ich habe die AGB, die Hinweise zum Widerrufsrecht und zum Datenschutz gelesen und akzeptiere diese.

Mit der Registrierung akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen der Portale im Industrie-Medien-Netzwerks. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Sie sind bereits registriert?

dpa