Conergy war 2007 nach einem letztlich zu wagemutigen Expansionskurs knapp an der Pleite

Conergy war 2007 nach einem letztlich zu wagemutigen Expansionskurs knapp an der Pleite vorbeigeschlittert. Jetzt muss das Unternehmen wegen anhaltender Verluste voraussichtlich 100 Stellen streichen (Bild: Conergy).

DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–Deren Produktion sei profitabel, teilte die Conergy AG am Donnerstag mit. Dow Jones Newswires hatte Ende August unter Berufung auf Kreise über den anstehenden Umbau berichtet.

Der Aufbau von Überkapazitäten, vor allem bei asiatischen Herstellern, habe im ersten Halbjahr zu einem Preissturz von über 30% bei Zellen und von über 20% bei Modulen geführt, sagte der Conergy-Vorstandsvorsitzende Sebastian Biedenkopf laut Pressemitteilung.

Die darum aktuell nicht kostendeckend produzierende Wafer- und Zellfertigung soll bis auf weiteres eingestellt werden. Im Zuge des geplanten Fabrikumbaus fallen knapp 100 feste Stellen weg. Weitere rund 100 Mitarbeiter aus den betroffenen Bereichen Wafer und Zelle wolle die Conergy AG in die Modulproduktion übernehmen und ihnen dort neue Arbeitsplätze anbieten.

Eine Hintertür hält sich der Konzern aber offen: Angesichts der starken Volatilität des Photovoltaikmarktes will Conergy die Flexibilität seiner eigenen Wafer- und Zellfertigung nicht gänzlich aufgeben. Deshalb sollen diese Bereiche nicht endgültig geschlossen werden. Bestehende Aufträge würden außerdem regulär abgewickelt.