Digitalisierung ist für Unternehmen Pflicht und Chance zugleich.

Digitalisierung ist für Unternehmen Pflicht und Chance zugleich. Methoden der Lean Production bieten hier gezielte Unterstützung. – Bild: Unsplash

Durch die fortschreitende Digitalisierung hat Künstliche Intelligenz (KI) stark an Bedeutung gewonnen. Die 2018 von der Bundesregierung verabschiedete „Strategie Künstliche Intelligenz“ erregte großes Aufsehen und wurde 2020 fortgeschrieben. In der Industrie findet KI immer mehr Anwendung und beeinflusst dadurch vielerorts den Arbeitsalltag.

Doch auch wenn KI und Algorithmen Unternehmen große Chancen eröffnen, darf der Mensch nicht aus dem Blick geraten. Manuelle Arbeit ist aus der Industrie längst nicht wegzudenken. Die Bedeutung einzelner Mitarbeiter ist auch in Zeiten der Digitalisierung essenziell. Das Gleiche gilt für die Prinzipen der Lean Production, die Digitalisierungsprozesse zudem entscheidend voranbringen können.

Hier muss zunächst differenziert werden: Digitalisierung kann zum einen bedeuten, das eigene Geschäftsmodell anzupassen, zum anderen, vorhandene interne Prozesse zu optimieren. Daher empfiehlt es sich, mit der zweiten Variante zu beginnen und Dinge im Kleinen auszuprobieren. Hier bieten sich die bewährten Ansätze der Lean Production an.

Ein besonders wichtiges Prinzip stellt dabei der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) dar. Demnach sind Prozesse per se nie perfekt, sondern können stets weiter optimiert werden. Im kostenfreien Whitepaper von item Industrietechnik finden Sie eine einsteigerfreundliche Einführung in die Welt der Lean Production.

Mit Methoden der Lean Production die Digitalisierung fördern

In Deutschland ist das japanische Erfolgskonzept der schlanken Produktion bereits verbreitet. Um erste Schritte in die Digitalisierung zu wagen, können mittelständische Unternehmen deshalb gut auf Lean-Production-Methoden aufbauen. Die Digitalisierung sollte zunächst bei der Verbesserung der operativen Exzellenz ansetzen.

Operative Excellence (OPEX) bedeutet, dass Unternehmen ihre Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette stetig optimieren. Darin findet sich der Ansatz des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) wieder. Dieser fußt auf dem traditionellen japanischen Kaizen-Gedanken (Kai = „Veränderung, Wandel“; Zen = „zum Besseren“), der großes Potenzial für die Digitalisierung bereithält.

KVP steht für eine positive Fehlerkultur und die Aufwertung der Rolle der Mitarbeiter. Schließlich sind es die Beschäftigten, die sich direkt am Ort der Wertschöpfung befinden, den sogenannten „Gemba“. Aus diesem Grund können Unternehmen von dem Wissen ihrer Mitarbeiter nur profitieren.

Auch „Bottom-up“-Kommunikation sollte ausdrücklich gefördert werden: Unternehmenseigene Innovation Labs haben sich bewährt, um die Befähigung der Mitarbeiter strukturell in der Unternehmenskultur zu verankern. Dabei handelt es sich um Räumlichkeiten für die Belegschaft, die Freiraum für Denkanstöße bieten. Auch spezielle Teams, die sich gezielt mit der Zukunftsentwicklung des Unternehmens beschäftigen, bringen wertvolle Impulse hervor. Idealerweise werden somit Erkenntnisse gesammelt, die bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im Maschinenbau genutzt werden können.

Schlanke Prozesse online und offline: item Engineeringtool und Lean Production Systembaukasten

Mit ihrem Praxiswissen trägt das Personal etwa in der manuellen Montage erheblich zur kontinuierlichen Verbesserung interner Unternehmensprozesse bei. Es ist der Erfolgsgarant für ein effizientes Produktionssystem. Automatisierte Lösungen können die Flexibilität eines manuellen Arbeitsplatzes nicht erreichen.

Kognitive Fähigkeiten, über die aktuell nur der Mensch verfügt, bleiben enorm wichtig. Denn nur menschliche Mitarbeiter können Prozesse überdenken und sie auf dieser Grundlage kontinuierlich verbessern. Eine direkte Gegenüberstellung von Mensch und Maschine ist daher nicht sinnvoll. Vielmehr sollten menschliche Arbeiter im Rahmen der Digitalisierung durch technische Lösungen entlastet werden, sodass sie mehr zur Wertschöpfung beitragen können.

Möglichkeiten für entsprechende Optimierungen sind beispielsweise Tablethalter und -arme für den Einsatz von Tablets an Arbeitsplätzen. Mithilfe der Tablets erreichen Informationen und Anweisungen die Mitarbeiter effizient und unter Beachtung der Ergonomieprinzipien für die Industrie. Auch an weiteren Stellen lassen sich Lean Production und Digitalisierung effizient verbinden.

Ein Beispiel dafür sind Programme wie das item Engineeringtool, welche die Arbeit von Konstrukteuren deutlich vereinfachen. Das kostenfreie Online Tool verfügt auch über Komponenten des Lean Production Systembaukastens von item. So wird eine Effizienzsteigerung im Sinne der Lean-Philosophie nicht nur beim konkreten Einsatz der konstruierten Lösungen, sondern bereits bei der Online-Konstruktion der Betriebsmittel erreicht.

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