Dekarbonisierung wird zunehmend zu einem Schlüsselfaktor des zukünftigen Unternehmenserfolgs.

Zeit zu handeln: Dekarbonisierung wird zunehmend zu einem Schlüsselfaktor des zukünftigen Unternehmenserfolgs. (Bild: Gang Zhou / Getty Images)

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen bis 2030 mindestens 65% des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen. Was wie eine Mammutaufgabe wirkt, ist für viele Unternehmen auch eine Mammutchance. Wer auf grüne Energielösungen umsteigt, setzt steigenden Preisen etwas entgegen, macht sein Unternehmen ökonomisch fit für die Zukunft und trägt erheblich zum Klimaschutz bei. Voraussetzung für das Gelingen der Dekarbonisierung ist ein planvolles Vorgehen in mehreren Stufen:

1. Die Energieeffizienz erhöhen

Genauso wie für Privatpersonen gilt auch für Unternehmen: Die beste Kilowattstunde ist die, die nicht verbraucht wird. Um den eigenen Gasbedarf zu senken, kann z.B. Wärme als Nebenprodukt gewonnen werden, etwa in der Kraft-Wärme-Kopplung, oder durch Rückgewinnung aus Arbeitsprozessen, wie beim Betrieb von Dampfkesseln. Um den eigenen Strombedarf zu senken, lohnt sich ein Blick in Richtung Beleuchtung.

Dekarbonisierungsstrategie
Am Anfang einer ganzheitlichen Dekarbonisierungsstrategie steht u.a. die Reduzierung des Energieverbrauchs durch Steigerung der Energieeffizienz. (Bild: skynesher / Getty Images)

Hier schlummert oft ein großes Effizienzpotenzial: Allein durch eine Umrüstung auf moderne Anlagen mit LED-Technik und smarter Steuerung sind bis zu 80% Einsparungen drin. Sowohl für Wärme als auch für Licht gibt es dabei interessante Contracting- und Miet-Modelle, mit denen eigene Investitionen vermieden werden können.

2. Die eigene Erzeugung nutzen

Bei optimaler Effizienz bleibt immer noch eine Grundlast an Energie, die ein Unternehmen für den eigenen Betrieb benötigt. Als klimafreundliche Quelle bieten sich hierfür regenerative Energieträger wie Photovoltaik oder Windkraft an.

Photovoltaik-Anlage
Mit Hilfe einer Photovoltaik-Anlage reduzieren Unternehmen in der Regel dauerhaft die Energiekosten und machen sich unabhängiger von volatilen Energiepreisen. (Bild: yangphoto / Getty Images)

Um Schwankungen bei Wind und Sonneneinstrahlung und damit bei der Ernte des grünen Stroms auszugleichen, kommen leistungsfähige Batteriespeicher zum Einsatz. Mit diesen lässt sich selbst nachts die eigene PV-Energie nutzen und der Strombezug aus dem Netz wird reduziert. Überschüsse aus der eigenen Erzeugung werden immer dann eingesetzt, wenn der Bedarf da ist, beispielsweise um den elektrischen Fuhrpark aufzuladen. Darüber hinaus können Lastspitzen im täglichen Betrieb gekappt werden. Das spart einen Teil der Netzentgelte. Es gilt: Je höher der Eigenverbrauch, umso größer die Autarkie. Entscheidend dabei ist, dass PV-Anlage und Speicher für die geplante Nutzung passend aufeinander abgestimmt und dimensioniert sind.

3. Grüne Energie beziehen

Was an Energie nicht eingespart oder durch eigene Erzeugung abgedeckt werden kann, muss aus dem Netz kommen. Das gilt neben Strom auch für Gas. Unternehmen können hierfür auf Tarife für Ökostrom und Ökogas zurückgreifen, die idealerweise zertifiziert und komplett klimaneutral sind. Mit ihnen lassen sich die CO2-Emissionen des restlichen Bedarfs an nicht selbst erzeugter Energie nachweislich auf null setzen.

Umstellung auf nachhaltigen Ökostrom
Mit der Umstellung auf nachhaltigen Ökostrom werden Unternehmen umgehend klimafreundlicher. (Bild: LeoPatrizi / Getty Images)

Erfolg durch planvolles Vorgehen

In der Regel ist für Unternehmen die Kombination aller drei Stufen – Energieeffizienz, Eigenerzeugung und grüne Energie – sinnvoll, um das Ziel Klimaneutralität zu erreichen. Welche Einzelmaßnahmen am besten wie zum Einsatz kommen, hängt von der individuellen Situation und der Strategie des Unternehmens ab. Empfehlenswert sind eine professionelle Analyse und eine fundierte Beratung im Vorfeld, wie durch die Expert:innen von EWE.

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