Die Fraktion der PLM-Anbieter ist zur Hannover Messe typischerweise wieder stark vertreten. Großes

Die Fraktion der PLM-Anbieter ist zur Hannover Messe typischerweise wieder stark vertreten. Großes Thema: Cloud-PLM! Bild: Deutsche Messe AG

von Daniela Hoffmann

Hannover (ilk). Die Digital Factory wird sich diesmal in Halle 7 abspielen, zentral gelegen in Verbindung mit der Industrial Automation. „In der Verknüpfung von Unternehmens- und Automations-IT stecken enorme Potenziale für die Industrie. Mit der Nachbarschaft beider Leitmessen wächst nun räumlich zusammen, was auch thematisch immer näher aneinander rückt“, meint Psipenta-Geschäftsführer Alfred M. Keseberg. Zum Spektrum gehören virtuelle Produktentwicklung, PLM, ERP und MES, Rapid Manufacturing und Prototyping. Das PLM-Anbieterlager ist breit in Hannover vertreten und wartet mit neuen Technologien auf – eine gute Gelegenheit, sich ausführlich über aktuelle Trends zu informieren. „Viele Unternehmen sind das Thema Anforderungsmanagement noch nicht so systematisch angegangen, das ändert sich gerade. Zudem setzen sich insbesondere kleinere Unternehmen verstärkt mit PDM/PLM-Lösungen auseinander. Im Rahmen von Traceability-Anforderungen wird auch der kleinere Anbieter bestürmt, eine saubere Dokumentation vorzuhalten“, sagt Dr. Rainer Bugow, technischer Leiter der Prostep AG. In Bezug auf das Thema Cloud im PLM-Bereich gehen die Expertenmeinungen auseinander. Aufgrund der häufig heterogenen PLM-Landschaften gestalten sich Cloud-Ansätze schwieriger – auf der anderen Seite ist Cloud ein allgemeiner IT-Trend, der sich innerhalb der nächsten Jahre auf alle Softwarebereiche auswirken dürfte. Zur Hannover Messe werden von den Anbietern erste Lösungen gezeigt. Lohnen könnten sich entsprechende Angebote eher im Anlagenbau. „Wenn mit unterschiedlichen Anbietern in einem Projekt zusammengearbeitet wird, eignet sich eine Cloud-Plattform, um zeitlich begrenzt Daten einzubringen und ein gemeinsames Planungs- und Dokumentationssystem aufzubauen“, meint Bugow. Mindestens einen Schritt näher liegt auf der Messe das Thema Mobility: „Der Trend geht dahin, über mobile Endgeräte wie Smartphones oder iPad auch Daten in die PLM-Struktur einzugeben, bis hin zum Anschauen und Bearbeiten von 3D-Daten“, meint PLM-Experte Ulrich Sendler. Noch ein weiterer Paradigmenwechsel kündigt sich an. „Im PLM-Umfeld rückt zunehmend der Endkunde in den Fokus. Welches Produkt entwickelt wird, kann den Kunden schon interessieren, bevor es gefertigt wird“, sagt Sendler.