rotamill_fischer_conzelmann_edel_cytec

Geschäftsführer Johann Fischer (links) und Georg Conzelmann, Geschäftsführer CyTec, stehen vor der Edel-Rotamill 22, die bei Fischer Werkzeugbau seit September 2015 im Einsatz ist. Bild: CyTec/Edel

Die Rotamill 22 von Edel bietet mit ihrem vollautomatischen Kopfwechsel innerhalb von zwei Minuten einen echten Technologiewechsel. Fischer Werkzeugbau hat die Maschine seit September 2015 bei im Einsatz: „Wir können jetzt die gehärteten Formeinsätze für Spritzgussteile trocken und aus dem Vollen fräsen, dafür verwenden wir runde Wendeschneidplatten. Dann wird der Schlichtkopf eingewechselt und ohne Umspannen, aber eben mit optimalen Zerspanwerten, an die Endkontur gefräst. Wir müssen auch deutlich weniger polieren. Die Flächen sind noch glatter, es gibt kaum noch Absätze“, sagt Geschäftsführer Johann Fischer.

Mit der sechsachsigen Rotamill 22 können Teile bis 2,2 x 1,3 m - im Z-Bereich sogar bis 1,2 m - und einem Gewicht von bis zu 4 t gefräst werden. Entschieden hat sich Fischer für die Maschine aber hauptsächlich, weil sie unglaublich stabil ist. Dies hat große Auswirkungen auf die Präzision und somit auf die Qualität der Bauteile, die das Unternehmen herstellt. Mit kaum einer anderen Maschine könnte man sonst mit einem 50er Bohrer direkt ins Volle bohren - schon gar nicht in diesen Dimensionen. Die hohe Stabilität der Maschine ist laut Georg Conzelmann, Geschäftsführer des Edel-Mutterkonzerns CyTec, vor allem mit dem Maschinenkonzept begründet: „Statt die Achsen quasi übereinander zu stapeln - und damit sämtliche Positionierfehler und Vibrationen aufzusummieren - haben wir das Portalkonzept gewählt. Im Tisch ist also nur die optimale Drehachse enthalten. X, Y, Z macht die Traverse, die zwei übrigen Achsen der Fräskopf, wobei das Schwenken der A-Achse samt Spindel und Werkzeug noch durch die C-Achse unterstützt wird, die quasi die Z-Achse drehbar macht. Damit können wir jede beliebige Position, Bohr- oder Fräsrichtung im Arbeitsraum realisieren.“

Großer Pluspunkt der Maschine ist zudem der Drehtisch und die wechselbaren zweiachsigen Fräsköpfe. „Damit konnten wir die Werkzeuge eigentlich immer in die optimale Fräs- oder Bohrposition bringen, nötigenfalls anstellen und die Teile bei Bedarf drehen. Selbst schräge, tiefe Bohrungen sind jetzt gar kein Problem mehr“, so Johann Fischer. „Neben der Leistung und der einfachen Beladbarkeit - das komplette Dach kann geöffnet werden - schätzen unsere Kunden vor allem auch die Kompaktheit der Maschine, die mit einer Stellfläche von gut 6 x 6 x 5 m auskommt.“

Durch den automatischen Kopfwechsel kann die Rotamill innerhalb von 2 min von Schruppen mit 200 Nm und 10.000min1 auf Schlichten mit bis zu 24.000 min1 umgerüstet werden. Einen großen Anteil an dieser Technologie hat laut Edel auch die Konzernmutter CyTec Zylindertechnik, mit der zusammen Edel mittlerweile fünf Rotamill-Maschinen entwickelt und gebaut hat. Die direkt angetriebenen NC-Fräsköpfe der Reihe CyMill von CyTec bieten die ideale Ergänzung für die vierte und fünfte Achse zu den übrigen linearen Achsen der Maschine. Die eigens entwickelten Torque-Motoren, Motorspindeln und Andocksysteme versprechen laut Hersteller durch die patentierte Direct-Drive-Technologie hohe Dynamik und Schnelligkeit.