Lisa ist Weltmeister

Das Koblenzer Weltmeister-Team mit den Studenten Florian Polster, Raphael Memmesheimer, Stephan Manthe und Teamleiter Viktor Seib aus der Arbeitsgruppe Aktives Sehen posiert vor den siegreichen Robotern. Bild: Uni Koblenz

Bei der Roboterweltmeisterschaft ‚RoboCup 2015’ im chinesischen Hefei siegte das Team Homer der Universität Koblenz-Landau im Wettbewerb der Robocup@Home-Liga. Dabei ging es um Aufgaben im Alltagsleben und die Tücken von Mensch-Maschine-Interaktionen. Die Roboter mussten ihre Fähigkeiten bei der Unterstützung zu Hause zeigen, zum Beispiel Getränke bringen, Frühstück zubereiten oder ‚Erste Hilfe’ in Notfällen holen. Roboter ‚Lisa’ aus der Arbeitsgruppe Aktives Sehen (AGAS) am Koblenzer Institut für Computervisualistik löste die Aufgaben besser als alle anderen Konkurrenten.

Der RoboCup ist ein internationaler Wettbewerb zur Förderung der Robotikforschung. Die Roboter konkurrieren in unterschiedlichen Disziplinen. Das Koblenzer Team mit den Studenten Raphael Memmesheimer, Stephan Manthe, Florian Polster sowie Teamleiter und Institutsmitarbeiter Viktor Seib musste sich in der Home-Liga gegen 16 Teams aus aller Welt behaupten. Während der Wettbewerbswoche konnte sich das Koblenzer Team von Beginn an einen Platz an der Spitze sichern, berichtet die Uni Koblenz.

Allerdings lag das chinesische Team ‚Wright Eagle’, der amtierende Weltmeister, am letzten Tag noch in Führung. Im Finale wurden die Karten jedoch neu gemischt: Die Koblenzer konnten durch eine hervorragende Demonstration die Jury überzeugen: Lisa bereitete Spiegeleier zum Frühstück zu und war in der Lage, den Müll hinaus zu bringen, heißt es. Dann zeigte das Team eine Kooperation zweier Roboter, die bisher einzigartig beim Wettbewerb war: Die Roboter konnten sich gegenseitig über Sprache Anweisungen geben und Aufgaben koordinieren.

"Ich bin stolz darauf, dass sich unsere Studenten im internationalen Wettbewerb so gut durchsetzen konnten", sagt Professor Dr. Dietrich Paulus, Leiter der Arbeitsgruppe Aktives Sehen, in der Lisa entwickelt wird. Teamleiter Viktor Seib betont: "Der Sieg war nur durch die exzellente Leistung des gesamten Teams möglich und durch die jahrelangen Vorarbeiten einer großen Gruppe von Wissenschaftlern und Studierenden."