China holt auf. Geely zeigte zuletzt bereits Elektroautos. Bild: Imago

China holt auf. Geely zeigte zuletzt bereits Elektroautos. Bild: Imago

LEIPZIG (ilk). 80% der Bundesbürger glauben, dass deutsche Unternehmen mit Elektroautos ähnliche Erfolge erzielen können wie mit konventionellen Fahrzeugen, 64% würden sich ein Elektroauto kaufen. Sie erwarten jedoch weitere Verbesserungen bei Reichweite (69%), Anschaffungskosten (53%) sowie Ladezeiten der Akkus (51%). Dies sind Ergebnisse der VDE-Studie ‘E-Mobility 2020′, die anlässlich des VDE-Kongresses in Leipzig vorgestellt wurde.

Noch ist Deutschland führend in der Elektro- und Automobiltechnik, dennoch haben neue Marktteilnehmer wie China bereits beachtliche Erfolge erzielt, so VDE-Präsident Dr.-Ing. Joachim Schneider zum Kongressauftakt. „China hat erkannt, dass es den Technologierückstand bei klassischen Automobilen nur schwer aufholen kann und konzentriert sich daher auf Elektromobilität“, erklärte Schneider. Das Land der Mitte will bis 2015 3,3 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung im Bereich E-Mobility investieren, ein Vielfaches von dem was Deutschland bereit stellt. Auch bezogen auf die Rohstoffbasis ist China gut aufgestellt. So besitzt das Land weltweit große Reserven an Lithium.

Nach Meinung der Mitgliedsunternehmen liegen die Potentiale der Elektromobilität vor allem in der Technologieführerschaft (71%) und der Stärkung des Wirtschaftsstandortes (69%). Ein Schlüssel für die Markteinführung, Akzeptanz und Sicherheit sind dabei international einheitliche Standards. Für 69% der VDE-Mitgliedsunternehmen besteht derzeit der größte Normungsbedarf bei der Ladeinfrastruktur. Der Verband hat dazu den weltweit ersten Standard für Ladestecker von E-Autos verabschiedet und in die internationalen Organisationen eingebracht.