ESSEN (DJ/gk). Wie Evonik und die Stadtwerke Duisburg AG am Samstag mitteilten, liegt der Kaufpreis für den 51%-Anteil an Steag bei 649 Mio Euro. Etwaige Änderungen der Nettofinanzschulden und des Nettoumlaufvermögens zum Jahresende 2010 könnten noch zu Anpassungen dieses Preises führen.

Der Vertrag stehe seitens Evonik unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates, dem ein Beschluss des Kuratoriums der RAG-Stiftung vorausgehen werde. Beides sei im Januar 2011 zu erwarten. Bei planmäßiger Erteilung der erforderlichen Zustimmung sowie der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden sei das Closing zum Ende des ersten Quartals 2011 zu erwarten.

Ferner habe Evonik mit dem Stadtwerke-Konsortium eine Vereinbarung zum Verkauf der restlichen 49% an Steag nach Ablauf einer Haltefrist von bis zu fünf Jahren abgeschlossen. Der Kaufpreis hierfür liege bei 594 Mio Euro. Insgesamt werde Steag bei dem Deal mit einem Unternehmenswert von 3,77 Mrd Euro bewertet. Hierin seien über den Wert des Eigenkapitals hinaus insbesondere die Minderheitsanteile sowie Nettofinanzschulden und Pensionsverpflichtungen der Steag enthalten.

Bei Bekanntgabe der Verkaufs von Steag an das Konsortium hatten weder Evonik noch das Konsortium Angaben zum Preis gemacht. Dow Jones Newswires hatte seinerzeit von einer mit dem Deal vertrauten Person erfahren, dass die Versorger rund 650 Mio Euro für den Steag-Mehrheitsanteil zahlen werden.