Dieses Handhabungsgerät Posimat PB 160 dient zur Beschickung einer Biegepresse. (Bild: Lissmac

Dieses Handhabungsgerät Posimat PB 160 dient zur Beschickung einer Biegepresse. (Bild: Lissmac Maschinenbau GmbH)

Bad Wurzach (rm). Alle Maschinen haben nun einheitliche Grundbezeichnungen. So sind die Stahlbearbeitungsmaschinen unter der Bezeichnung SMB zusammengefasst. Es folgt die Angabe für die Baugröße: Derzeit gibt es M und L, XL soll im nächsten Jahr folgen. Die Baureihenbezeichnung kennzeichnet die Maschinengröße sowie die in der Maschine eingesetzten Bearbeitungsaggregate. Bei der M-Baureihe sind dies je zwei Bearbeitungsaggregate oben und zwei unten, bei der L-Baugröße drei und bei der XL zwei.

Es stehen vier Werkzeugtypen zur Auswahl. Während bei der zukünftigen XL-Baugröße die Aggregate D, S, G und B frei kombiniert werden können, lässt sich die Baugröße M mit den Aggregaten D, S und B ausstatten. Die Baugröße L ist in der Variante G1 plus S2 zu haben.

B steht für die Ausstattung der Maschine mit gegenläufig arbeitenden Bürstenriemeneinheiten für die Entfernung von Oxidschichten, die vor allem beim Laserschneiden mit Sauerstoff an den Schnittkanten entstehen. Die Maschine kann in einem Durchgang sowohl auf den Außen- wie auf den Innenkanten beschichtungsgerechte Oberflächen erzeugen.

Dagegen ist die Type SBM-M-1000-S2 für das Kantenverrunden von lasergeschnittenen Blechen vorgesehen. S2 steht für zwei Schleiflamellenaggregate. Diese Schleifwerkzeuge verrunden innere und außen liegende Schnittkanten.

In der Baugröße L gibt es die Maschine SBM-L-G1S2, ausgestattet mit einem Schleifbandaggregat (G1). Es befreit das Blech von Schneidspritzern und starken Graten an den Schneidkanten. Zwei Schleiflamellenaggregate verrunden die Schneidkanten. Die Baugröße L liegt für Durchlassbreiten von 1 000 oder 1 500 mm vor. Durch eine effektive Absaugführung in der Maschine entsteht nun eine höhere Absaugleistung. Die zu bearbeitenden Bleche dürfen jetzt 50 statt bisher 20 mm dick sein.

Eine weitere Variante der M-Baureihe eröffnet die Ausstattungsmöglichkeit mit einem Schlackenentfernungsmodul D. Beim Autogen- und beim Plasmaschneiden von dicken Stahlblechen entsteht an den Schnittkanten oft Schlacke. Das D-Aggregat schlägt diese oft nicht stark verschmolzene Schlacke automatisch ab und wird meist vor der Entgratmaschine SBM-XL-G2S2 eingesetzt.

Der Hersteller hat zudem die Handhabung seiner Maschinen im praktischen Betrieb verbessert. Ein optisches Signal zeigt nun den Verschleiß der Schleif- und Bürstwerkzeuge an. Statt eines Handrades zur Zustellung der Werkzeuge haben die Maschinen nun einen Joystick, der die elektromotorische Zustellung der Werkzeuge auf die zu bearbeitenden Blechteile ansteuert. Die oberen und unteren Aggregate lassen sich dabei separat zustellen. Die Bearbeitungswerkzeuge können mittels eines Schnellwechselsystems schnell und einfach ersetzt oder gewechselt werden.

Die neu konzipierte Maschine SBM-XL-1000-G2S2-NC hat je zwei Schleifband- sowie Schleiflamellenaggregate. Im vorderen Teil der Maschine arbeiten jeweils zwei parallel stehende Schleifaggregate, die die zugeführten Blechteile von oben schleifen und zwei Aggregate, die die Blechteile parallel von unten bearbeiten. Diese ersten vier Aggregate übernehmen das Abschleifen von Schneidgraten und Schlackenanhängen.

Erst wenn die Bleche von den Graten und Schlackenanhängen befreit sind, können die nachfolgenden vier Schleiflamellenaggregate die präzise Verrundungsarbeit leisten. Dazu treiben wiederum jeweils zwei Aggregate oben und unten gegenläufige Schleiflamellen an.

Zur Vereinfachung der Zustellarbeit der einzelnen Aggregate erhielt die Maschine eine NC-Steuerung. Der Bediener gibt nur noch die Blechdicke und die Geschwindigkeit der Zu- und Abführbänder ein. Daraufhin erfolgen die Zustellung der Aggregate sowie die passende Einstellung der Durchlaufgeschwindigkeit automatisch.

Ergänzt wird das Programm des Herstellers durch Förder- und Handhabungstechnik. Komplexe Aufgaben für ein mechanisiertes Handhaben oder eine voll- oder teilautomatisierten Zu- und Abführung aller Blechteile um die Blechbearbeitungsmaschinen herum lassen sich damit ohne Schnittstellenprobleme lösen.