Die AG Laser des VDMA gab positive Zahlen für die deutsche Laserbranche bekannt. - Bild: Precitec

Die AG Laser des VDMA gab positive Zahlen für die deutsche Laserbranche bekannt. - Bild: Precitec

Die Laser-Anlagen-Produktion deutscher Hersteller und Unternehmensgruppen hat erstmals das Volumen von einer Milliarde Euro überschritten. Das meldet die Arbeitsgemeinschaft Laser und Lasersysteme für die Materialbearbeitung im VDMA.

Im Jahr 2014 sind von den in der AG Laser vertretenen Herstellerfirmen laut einer Mitteilung am Standort Deutschland lasergestützte Fertigungsanlagen im Wert von rund 852 Millionen Euro produziert worden, was einem Zuwachs von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (damals acht Prozent Plus).

Die weltweite Konsolidierung, das heißt das Produktionsergebnis nach Berücksichtigung der durch international operierende Gruppen erzielten Mehrwerte, notierte laut AG Laser mit zehn Prozent Wachstum auf 1,01 Milliarden Euro und überschritt somit erstmalig eine “magische Linie” (2013 bereits neun Prozent). Sowohl die Beschränkung auf deutsche Standorte, als auch das Ergebnis nach Konsolidierung, unterstreichen demnach besonders hohe Dynamik des mit Festkörperlasern ausgerüsteten Systembereichs.

Der Weltmarkt für Lasersysteme 2014 hat indessen nach Berechnungen des Schweizer Beratungsunternehmens Optech Consulting gut acht Prozent an Aufnahmefähigkeit zugelegt.

Das im Vorjahr moderater als die Produktion um vier Prozent gestiegene Auftragseingangsvolumen ist laut VDMA 2014 um 20 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro ausgeweitet und stark durch Auslandsbestellungen geprägt worden.

Auch der realisierte Export von Laseranlagen bietet in 2014 mit einem Wert von 664 Millionen Euro und gut 16 Prozent Zuwachs “berechtigten Anlass zu Freude und belegt die international hervorragende Wettbewerbsfähigkeit der Branche”, so die Mitteilung. Der Anteil am Produktionswert belief sich auf starke 78 Prozent. Angestiegen sind die Aufnahmefähigkeiten westeuropäischer Bestimmungsländer, recht kräftig die der USA, Chinas und insbesondere Japans sowie nur moderat die im “Sonstigen Asien”, also in Indien, Korea, Taiwan oder Südostasien.

502 Millionen Euro in Deutschland generiertem Produktionsvolumen (neun Prozent Plus) standen 2014 Bestellungen in Höhe von 519 Millionen Euro gegenüber (17 Prozent Plus). Die weltweite Konsolidierung des Produktionsaufkommens, also erneut nach Einbeziehung der bei international aufgestellten Firmen erwirtschafteten Mehrwerte, ergibt ein deutlich aussagefähigeres Leistungsniveau von 668 Millionen Euro, etwa ein Drittel über Ergebnis am Standort Deutschland, sowie einen aktuellen Steigerungssatz von fünf Prozent. Inbegriffen sind sogenannte CO2-Laser, Festkörperlaser und Diodenlaser für den Direkteinsatz.

Hinzu treten die von Verbandsmitgliedern erzielten Produktionswerte für Laserdioden-Material der Vorstufe sowie für Excimerlaser im gemeinsamen Wert von 2014 rund 238 Millionen Euro (zehn Prozent Plus). Excimerlaser werden bevorzugt im Bereich der Fertigung von Mikrostrukturen sowie in der Labor- und Medizintechnik eingesetzt.

Der Export 2014 von Strahlquellen verschiedener Leistungsklassen ist mit einem Volumen von 308 Millionen Euro und damit 15 Prozent Zuwachs zu beziffern. Der Anteil am Produktionswert steigt auf aktuell 61 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr haben die Bestimmungsregionen Westeuropa und Asien markant sowie Mittel- und Osteuropa moderat zugelegt. In den USA schlugen Großaufträge im Vorjahr stark durch. Wegen dieses Basiseffekts ist der US-Anteil 2014 niedriger ausgefallen.

VDMA/Stefan Weinzierl