Das automatische Einlegen von Inserts ist dank einer Neuentwicklung der Geiss AG jetzt möglich.

Das automatische Einlegen von Inserts ist dank einer Neuentwicklung der Geiss AG jetzt möglich. Bild: Geiss AG

Sesslach (sm). Unterstützt durch Millionen von Twinsheetpaletten, die bereits seit Jahren gefertigt werden und durch die Herstellung der Körper der Surfbretter kann das Twinsheetverfahren als etabliert bezeichnet werden. Während jedoch die in den USA bevorzugten Rotary-Maschinen nur Open-Chamber-Maschinen sind, also den Thermoplasten während der Beheizung nicht unterstützen können, werden durch die von der Geiss AG entwickelten Closed-Chamber-Maschinen beide Zuschnitte unterstützt. Auch können beide Zuschnitte nach dem Beheizen vorgestreckt werden. Das erweitert den Einsatzbereich erheblich und z.B. der in Deutschland führende Twinsheetanbieter, die Firma Hombach, zeigt in ihren Musterräumen über 200 praktische Einsätze.

Durch die Entwicklung vollautomatischer Maschinen, die beide Zuschnitte laden, automatisch entformen und auch entnehmen, ist das Verfahren auch für höhere Stückzahlen geeignet. Heute werden 20 % der gelieferten Anlagen der Geiss AG mit Twinsheetausrüstung geliefert. Bleibt ein einziges Handycap: ein automatisches Einlegen von Inserts war bisher nicht möglich. Diesen Nachteil beseitigt eine Neuentwicklung der Geiss AG aus dem fränkischen Sesslach. Hier wird eine zweite Beschickungsmaschine eingesetzt, die einen Stapel oder eine Palette der Insertteile trägt. Der Ablauf sieht dann so aus, dass zu Beginn des Zyklus beide Materialzuschnitte nacheinander geladen werden und gleichzeitig das Einlegeteil in den Distanzrahmen der beiden Zuschnitte, nämlich in den Twinsheetrahmen, übergeben wird.

Nach der Beheizung werden Ober- und Unterteil gleichzeitig geformt und das Einlegeteil eingeformt. Zur Fixierung dieses Einlegeteils gibt es nun zwei Varianten. Entweder es fällt in die untere Formteilhälfte, sobald sich die Fixierungsstifte zurück ziehen, oder das Einlegeteil wird mit mehreren Fixierungsstreifen gehalten und diese werden in das Formteil mit eingeformt. Es entsteht ein ringsum geschlossenes Formteil mit einem nicht sichtbaren Einlegeteil.