Modularer Arbeitsraum mit zwei angetriebenen Bohrrevolvern für die simultane Bearbeitung von zwei

Modularer Arbeitsraum mit zwei angetriebenen Bohrrevolvern für die simultane Bearbeitung von zwei Bohrungen. Bild: Emag

SALACH (buc). Ein Werkstück inklusive ein Spannmittel von 3 Tonnen Gewicht an der Spindelnase, das macht die Dimensionen der VLC 1200 schnell deutlich. Sie wird beispielsweise zur Komplettbearbeitung von Planetenträgern, Eisenbahnrädern oder auch zum Schleifen von keramischen Bremsscheiben eingesetzt.Mit der VLC Plattform bildet Emag die Größen 500/630/800 und 1200 mm Futterdurchmesser ab.

Dabei reicht das Konzept von einer Zwei-Achsen- bis zur einer Fünf-Achsen-Pick-up-Maschine. Was man bei Emag unter maßgeschneidert versteht, machen zahlreiche individuelle Lösungen deutlich, heißt es. So kann der modular aufgebaute Arbeitsraum mit einem VDI 60 Drehrevolver für schwere Zerspanung und einem zweiten Bohrrevolver mit angetriebenen Werkzeugen bestückt werden, sagt der Hersteller. Außerdem sind laut Firmenangaben die Integration von Frässpindeln zur Bearbeitung von Stirnverzahnungen oder eine multifunktionale Bearbeitung mit Scheibenrevolver und Motorspindel mit Y-/B-Achse möglich.

Durch die integrierte A-Achse können zudem Schrägverzahnungen, durch die B-Achse das Schrägeinstechschleifen realisiert werden, sagt Emag. Ist der Schwerpunkt dagegen auf die Drehbearbeitung gelegt, lässt sich die Maschine mit zwei Revolvern ausstatten. Das eröffne die Möglichkeit einer vierachsigen Bearbeitung.

Die hohen Zerspanleistungen und die Komplettbearbeitung auf den multifunktionalen Produktionszentren in Gantry-Bauweise resultieren aus der geschlossen, u-förmigen Bauform des Maschinenbetts aus dem Polymerbeton Mineralit, erklärt Emag. Dieses Konzept sei die Voraussetzung für kurze, symmetrische, geschlossene Kraftflüsse und damit für eine hohe statische und dynamische Steifigkeit, die für ausgezeichnete Oberflächenqualitäten und lange Werkzeugstandzeiten sorgt, so das Unternehmen.

Konstante Qualität setzt aber auch konstante Temperaturen voraus. Deshalb wird bei der VLC-Baureihe nicht nur der Hauptspindelmotor gekühlt, sondern über ein Zweikreis-Kühlaggregat auch die Hauptspindellager mit Pinole, der Werkzeugrevolver, der Schaltschrank und der Grundkörper. Hohe Prozesssicherheit garantiert als „ruhender Pol“ der Emag Revolver. Mit Motor und angetriebenen Werkzeugen, voll in das Maschinenbett integriert, arbeitet der Emag Revolver mit einer intern abhebenden Hirthverzahnung.

Der Antrieb erfolgt dabei über ein Kegelradpaar direkt auf das Werkzeug. So kann jede Werkzeugposition mit angetrieben Werkzeugen bestückt werden. Beim Antrieb, sprich der Hauptspindel, setzt sich die Prozesssicherheit mit hoher Zerspanleistung fort. Hohe Oberflächengüten und Positioniergenauigkeiten werden durch einen wartungsfreien Direktantrieb und damit den Wegfall mechanischer Übertragungskomponenten sichergestellt, verspricht das Unternehmen.

Gegenüber Maschinen mit Getriebespindeln, die mechanische Ausgleichselemente benötigen, um die Getriebeschwingungen zu dämpfen, ist das natürlich ein messbarer Vorteil, sagt Emag. Für die kraftvolle Zerspanung sorgen hohe Drehmomente und Leistungen. So ist beispielsweise die VLC 800 mit einem 76 kW Motor und einem Drehmoment von 4.400 Nm ausgerüstet. Daneben sind hier aber auch weitere Motorvarianten möglich.