Eröffnung des BMBF-Forschungscampus DPP in Aachen (v.l.n.r.): Dr. Nicolas Vortmeyer (Siemens, CTO

Eröffnung des BMBF-Forschungscampus DPP in Aachen (v.l.n.r.): Dr. Nicolas Vortmeyer (Siemens, CTO der Division Power and Gas), Christian Hinke (Geschäftsführer des Forschungscampus Digital Photonic Production), Rudolf Henke (Mitglied des Deutschen Bundestages) und Thomas Rachel (Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung). - Bild: Fecht

In Aachen ist der neue BMBF-Forschungscampus Digital Photonic Production (DPP) eröffnet worden. Dort sollen auf dem Campus der RWTH Aachen Wissenschaft und Wirtschaft eine neue Art der Zusammenarbeit pflegen.

Laut Fraunhofer ILT ist es Ziel des BMBF-Forschungscampus DPP, Licht als Werkzeug für die Produktion der Zukunft zu erforschen und weiterzuentwickeln. Neben additiven Fertigungsverfahren werden im Forschungscampus DPP auch Ultrakurzpulslaser-Fertigungsverfahren (Femto Photonic Production) und neuartige VCSEL-Strahlquellen genutzt um zum Beispiel selektiv nanoskalige Schichten zu funktionalisieren (Nano Photonic Production).

Das BMBF fördert deutschlandweit neun solcher Forschungscampi und beabsichtigt, den Forschungscampus DPP für bis zu 15 Jahre mit Fördermitteln von zwei Millionen Euro pro Jahr zu fördern.

“Aachen ist der einzige Universitätsstandort in Deutschland, den unser Bundesministerium mit zwei Forschungscampi fördert”, erklärte Thomas Rachel, parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), bei der Eröffnungsveranstaltung im Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT.

Zwei Themen geht Aachen an: Während der Forschungscampus “FEN – Elektrische Netze der Zukunft” neue Formen des Energietransports per Gleichstrom entwickelt, erforscht “DPP – Digital Photonic Production” neue Methoden und grundlegende physikalische Effekte, um Licht als Werkzeug für die industrielle Produktion der Zukunft zu nutzen. Die Rede ist vom Laser, der bereits heute als wahres Universalwerkzeug Zahnimplantate, Fahrzeugteile und Flugzeugkomponenten fertigt

Zu den 20 Industrieteilnehmern zählen neben zahlreichen KMU auch Großunternehmen wie beispielsweise die Siemens AG. Auf 3D-Druck, den schichtweisen Aufbau von Bauteilen mit dem Laser, setzt Dr. Nicolas Vortmeyer von der Siemens-Division Power and Gas, die Turbinen für Kraftwerke produziert. “Wir befreien uns mit dem 3D-Druck von bisherigen Begrenzungen bei der Fertigung und Entwicklung”, begründete der Chief Technology Officer die Teilnahme am Forschungscampus DPP.

ILT/STefan Weinzierl