Remesh eines simulierten Rohrs: Es erfolgt eine Elemente-Verfeinerung in einer Richtung an

Remesh eines simulierten Rohrs: Es erfolgt eine Elemente-Verfeinerung in einer Richtung an bestimmten Stellen im Querschnitt. Die Ergebnisse werden auf das neue Mesh übertragen. (Bild: Data M GmbH)

Valley (rm). Bedingt durch den zunehmenden Leichtbau, durch eine immer geringer werdende Blechstärke bei der Verwendung von mehr hochfesten Materialien zum Ausgleich der Stabilität, werden die konstruktiven Anforderungen beim Rollformen größer. Immer mehr Profile werden mit vorgestanztem Material eingeformt, bei denen die Qualität der Löcher im Endprofil hinsichtlich der Lage und Form eine wichtige Rolle spielt.

Für solche Fälle besteht derzeit nur wenig Erfahrung, häufig wird das Ergebnis durch Erprobung erreicht. Die einzige Möglichkeit, um teuere und langwierige Experimente zu vermeiden, ist eine virtuelle Berechnung des Prozesses mittels FEA.

Daher hat data M einerseits die Rollenkonstruktion effektiver und schneller gemacht. Andererseits wollte man die zeitraubende Anpassung des Gitternetzes bei der Verwendung von vorgelochtem Material durch einen Automatismus im Rollformprozess deutlich vermindern.

Neben der Möglichkeit, vorgelochtes Material automatisch zu vernetzen, ist eine weitere Funktion in Copra FEA RF hinzu gekommen. Bei der Remesh-Funktionalität ist das Vernetzen (Mesh) während der Simulation bei Bedarf neu definierbar.

Die bestehenden Ergebnisse werden interpretiert und in das neue Mesh übertragen. Der Remesh kann sowohl lokal als auch global durchgeführt werden. Die Elemente müssen nicht in allen Richtungen gleich unterteilt werden, sondern können zum Beispiel nur in Querrichtung geteilt werden, wenn unter anderem eine neue Biegestelle angeformt werden soll. Somit führt man in der Simulation keine Elemente mit, welche für später geformte Biegestellen vorgesehen sind.

Neben dem daraus entstehenden Rechenzeitgewinn von 30 bis 40 % für typische Anwendungen bewirkt das Remeshen auch eine Qualitätssteigerung. Existierende Elementeverfeinerungen zur Beschreibung der Biegestellen können an die tatsächlich auftretenden Verformungen – auch der Einschnürungen – angepasst werden. Somit ist mit einer geringen Anzahl an Elementen und ohne Eingriffe des Anwenders eine effektive Beschreibung der Biegestellen während des gesamten Umformprozesses möglich.