BIETIGHEIM-BISSINGEN (ba). Der von Chery im zweiten Quartal erteilte Auftrag hat ein Volumen von mehr als 60 Mio. Euro. Dürr zeichnet für den Bau der kompletten Lackiererei einschließlich der Applikationstechnik verantwortlich. Unter dem Gesichtspunkt Energie- und Ressourceneinsparung ist der Einsatz des EcoDryScrubber hervorzuheben. Dieses Verfahren zur Trockenabscheidung überschüssiger Farbpartikel reduziert den Energieverbrauch im Vergleich zu konventionellen Lackierkabinen um bis zu 60%. Auch das Rotationstauchverfahren RoDip, das im Grundlackbereich zum Einsatz kommt, trägt durch optimierte Ein- und Austauchphasen und geringe Badverschleppung zur Ressourcenschonung bei. Zudem gewährleistet RoDip maximale Beschichtungsqualität.

In der Außenlackierung kommen 32 Roboter vom Typ EcoR6 mit EcoBell2-Zerstäubern zum Einsatz, während die Innenlackierung manuell erfolgt. Sowohl im Primer- als auch im Grundlackbereich wird mit Wasserlacken gearbeitet. Den Unterbodenschutz erledigen vier Dürr-Roboter des Typs EcoRS. Im Lieferumfang der Applikationstechnik sind zudem zwei Reinigungsanlagen Ecopaint Clean enthalten, mit denen vor der Decklackierung anhaftender Staub von der Karosserie entfernt wird.

In der neuen Anlage plant Chery die Lackierung von Premiumfahrzeugen. Daher steht neben dem Umwelt- auch der Qualitätsaspekt im Vordergrund. Auch hier leistet der EcoDryScrubber einen wesentlichen Beitrag. Mit einem Umluftanteil von bis zu 95% können Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Lackierprozess problemlos stabil gehalten werden. Der geringe Anteil zu konditionierender Frischluft macht den Prozess nahezu klimaunabhängig – und das an jedem Standort der Welt. Dies ist nur ein weiteres Beispiel dafür, dass Dürr mit seinen Komponenten aus dem Green Paintshop der ideale Partner für die Anforderungen von Chery ist.

200000 Fahrzeuge im Jahr werden ab Dezember 2011 im Zweischichtbetrieb ihr glänzendes Outfit erhalten – in einer Linie mit hochwertiger Ausstattung und intelligenter Prozessführung.