Siemens Kuka Run MyRobot/Machining Roboter Werkzeugmaschine Handtmann

Weder für das Handling noch für Bearbeitungen werden spezielle Roboterkenntnisse benötigt. – Quelle: Handtmann

„CNC and robotics – all operated by Sinumerik“. So lautet der offizielle Slogan der beiden Entwicklungspartner Siemens und Kuka, die gemeinsam die intelligente Schnittstelle Run MyRobot/Machining entwickelt haben um die Anbindung von Robotern an Werkzeugmaschinen zu vereinfachen und Prozesse zu optimieren. Die Handtmann A‐Punkt Automation GmbH präsentierte diese Neuentwicklung der SINUMERIK‐gesteuerten Roboterautomation auf der EMO in Mailand als Launch‐Kunde mit einem 5‐Achs Horizontalbearbeitungszentrum HBZ Trunnion 80 erstmals der Öffentlichkeit.

Bei dieser auf der EMO erstmals präsentierten Automationslösung handelt es sich nicht nur um reines Materialhandling durch einen 6‐Achs Roboter, wie man es auf den ersten Blick annehmen könnte. Das Wesentliche dabei ist die zentrale Bedienung des Roboters über die Steuerung des Bearbeitungszentrums. Diesen „One point of operation“ nennt auch Oliver Altenburger, Key Account Manager der Kuka Roboter GmbH als zentralen Vorteil, ebenso wie die Tatsache, dass keine speziellen Roboterkenntnisse für die Programmierung und Steuerung benötigt werden. Die Gesamtheit aller Prozesse kann über die Siemens CNC Sinumerik 840D sl im G‐Code programmiert, bedient und überwacht werden. Anhand der neuen Schnittstelle können Abläufe zwischen Maschine und Roboter unkompliziert synchronisiert werden.

Dies sorgt für effiziente Abläufe in der automatisierten Handlingszelle. Materialhandling und Nachbearbeitung „Da durch die Anbindung des Roboters an die Maschine über die Schnittstelle auch Bearbeitungen außerhalb der Werkzeugmaschine realisiert werden können greifen wir hiermit weiteres Potenzial zur Produktivitätssteigerung ab, da Bauteilkosten reduziert werden können“, so Altenburger. Das System zum Materialhandling und zur Nachbearbeitung wie Bohren, Bürsten, Entgraten und Polieren von Teilen mit max. 600 kg Gesamtgewicht parallel zur Maschinenlaufzeit sorgt für eine effiziente Produktion, wobei die gesamte Handlingszelle einfach über das Bedienpult der Maschine gesteuert wird und die Robotermechaniken nahtlos in Maschinenkonzept und Produktionsprozesse integriert werden.

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