HAMBURG (Dow Jones/rm). Zusammen mit dem Bremer Transportunternehmen EKB Container Logistik will die HHLA-Tochter CTD eingleichgeteiltes Joint Venture gründen. Die Partner wollen den regionalen Weitertransport von Containern organisieren, die zuvor per Bahn oder Binnenschiff zu den Hinterlandterminals der nordeuropäischen Seehäfen gebracht wurden.

Noch allerdings kann das operative Geschäft nicht aufgenommen werden. Die Kooperation muss erst vom Bundeskartellamt genehmigt werden. “Wir erwarten keine Probleme mit der Genehmigung”, sagte HHLA-Vorstandsmitglied Sebastian Jürgens am Donnerstag in Hamburg. Zum einen würden beide Unternehmen neu in diesen Markt eintreten, zum anderen sei ihr Marktanteil in diesem Bereich sehr klein. Vorgespräche mit der Behörde seien allerdings nicht geführt worden. Ebenfalls noch nicht festgelegt sind der Name, die Gesellschaftsform und die Leitung des Gemeinschaftsunternehmens. Diese Themen würden derzeit intensiv beraten, sagte Jürgens weiter.

CTD und EKB bringen gemeinsam zunächst einmal 30 Mitarbeiter in das Joint Venture ein. Außerdem tritt die HHLA ihre Standorte Berlin und Stuttgart an das neue Unternehmen ab und EKB ihren Standort in Duisburg. Weitere Standorte sind in München und Nürnberg geplant.

Ziel ist es, ein flächendeckendes Netz auch für “die letzte Meile” der Containertransporte im Hinterland der deutschen Seehäfen zu knüpfen. Die geplante Kooperation führe dazu, dass CTD und EKB an den wesentlichen deutschen Standorten mit Lkw-Zustelldiensten vertreten sein werden, sagte Jürgens. An diesen Standorten erwarten die Partner hohe Transportmengen.

Für die HHLA ist die Kooperation mit EKB ein weiterer logischer Schritt bei der Stärkung und beim Ausbau ihres Hinterlandnetzwerkes. Der im MDAX gelistete Hafenlogistikkonzern verfolge dabei die Strategie, mit führenden Partnern im Hinterland der deutschen Seehäfen zusammenzuarbeiten, sagte Jürgens weiter. Als Beispiel nannte er die Kooperation mit der Deutschen Bahn auf der Schiene und die Zusammenarbeit mit Eurogate beim Bau von Binnenterminals.

Als Vorteil der jüngsten Pläne verwies Jürgens vor allem auf Einsparungen bei Aufwand und Kosten. Kunden könnten dank des Joint Ventures Zustellleistungen in verschiedenen Regionen über nur noch eine Schnittstelle abwickeln. 

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