Druck als Dienstleistung  Starfort

Die Maschine ist noch nicht im Handel, jedoch bietet Starfort den Druck als Dienstleistung an. – Quelle: Starfort

Noch sind 3D Drucker für Hersteller von Spritzgussmaschinen keine Bedrohung. Viel zu teuer sind die Filamente, viel zu langsam erfolgt das Ausdrucken. Zudem können viele Maschinen nur mit einer sehr geringen Auswahl an Kunststoffen gefahren werden. Überfällig sind daher 3D Drucker, die preiswerte Granulate verarbeiten wie sie für Spritzgießmaschinen im Handel sind. Selbst in der Serienfertigung sollten zudem Hochleistungskunststoffe mit oder ohne Fasern möglich sein und die Investition sollte vertretbar sein.

Das Familienunternehmen Starfort hat einen FDM 3D Drucker entwickelt, der nach dem Strangablege- oder Schmelzschichtverfahren arbeitet. Laut Einschätzung des Unternehmens könnte er Bewegung in den Markt für 3D-Drucker bringen. Der Grund: Der FDM 3D arbeitet mit handelsüblichen Granulate. wie sie für Spritzgießmaschinen im Handel sind. Auch Hochleistungskunststoffe mit oder ohne Fasern sind möglich und je nach Strangbreite und Maschinengröße kann die abgelegte Kunststoffmengen pro Stunde auch ein kg und mehr betragen.

Die einfache Bauart der Maschine erlaubt es, sowohl den Konsumermarkt als auch den Investitionsgütermarkt zu bedienen. Der Clou liegt im Druckkopf, der Rest der Maschine entspricht den üblichen 3D Druckern. Neu bei dem Drucker von Starfort ist, dass man auch mit einer radialen Schnecke vom äußeren Rand zur Mitte der Schnecke Schmelzgut fördern kann. Den Ausstoß des Kunststoffes durch die Düse in der Mitte der Schnecke kann man nicht mit den Ausstoß einer Stranggießanlage vergleichen, denn ein 3D Drucker muss beim Ende eines Stranges ohne Nachlauf absetzen und neu starten können.

Der Clou des Erfinders Moritz Stubenruss ist es, die Schnecke durch eine Druckfeder gegen den Boden zu drücken. Beginnt die Schnecke zu drehen, entsteht ein Staudruck und hebt die Schnecke ähnlich wie bei einem Luftkissenfahrzeug. Weil die Feder dagegen drückt, pendelt sich ein Gleichgewicht ein und so ergibt sich ein gleichförmiger Ausstoß an der Düse. Kommt der3D Drucker an das Strangende, dann wechselt die Schnecke die Drehrichtung und saugt das überflüssige Schmelzgut zurück.

Während bei den Filamentdruckern die Düsen im untersten mm Bereich, sind bei dem neuen Drucker auch Düsendurchmesser von über 5mm möglich. Entsprechend hoch ist der Durchsatz, auch bei Kunststoffen mit Fasern. Stubenruss: „Angesichts des Marktpotentiales schließe ich den Verkauf des Patents und Knowhows nicht aus. Jedenfalls kommt wieder Spannung in den 3D Druckermarkt.“

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