Carbon-Infrarot-Strahler erwärmen Kunststoffmaterial vor dem Prägen schnell und homogen.  Bild:

Carbon-Infrarot-Strahler erwärmen Kunststoffmaterial vor dem Prägen schnell und homogen. Bild: Heraeus Noblelight

KLEINOSTHEIM (ba). Strapazierfähige Kunststoffböden werden häufig mit einer dekorativen Prägung versehen. Dabei muss immer eine große Oberfläche homogen erwärmt werden. Hier ist es wichtig, die richtige Wärmequelle auszuwählen. Die Firma Polyflor aus Großbritannien stellt Bodenbeläge für Schulen, Krankenhäuser oder Gewerbebetriebe her.

Bei der Fertigung von Bodenbelägen in Manchester läuft eine 2 m breite PVC-Bahn (Polyvinylchlorid) durch die Anlage, die durch Infrarot-Strahler erwärmt und schließlich mit dekorativen Mustern geprägt wird. Bisher wurden dafür kurzwellige Infrarot-Strahler verwendet, die nicht alle Farben optimal erwärmten. So kam es manchmal zu Formabweichungen bei der Prägung.

Zur Lösung des Problems wurde nach intensiven Tests im Anwendungszentrum von Heraeus Noblelight ein mittelwelliges Carbon-Infrarot-System installiert. Kurzwellige Infrarot-Strahlung dringt in einige dickere Kunststoff-Materialien tiefer ein, während mittelwellige Carbonstrahler die Oberfläche besser aufheizen können. Tests können zeigen, was jeweils am besten geeignet ist.

Neil Holden von Polyflor ist von der Infrarot-Anlage überzeugt: „Das neue System hat dafür gesorgt, dass durch unsere Prägung keine Formabweichung beim Bodenbelag mehr vorkommt. Die Tests im Anwendungszentrum bei Heraeus haben uns sehr beeindruckt und ebenso die Art und Weise, wie das System mit nur minimaler Unterbrechung des Produktionsprozess installiert wurde.“