Mit der Entwicklung leichterer und leistungsfähigerer Werkzeuge wie der Handpresse RC 14 mit einer

Mit der Entwicklung leichterer und leistungsfähigerer Werkzeuge wie der Handpresse RC 14 mit einer Presskraft bis 14 t sind immer größere Verbindungen per Einhandbedienung möglich. (Bild: Holger Clasen GmbH & Co. KG)

Da das Verpressen von Kabelverbindungen hinsichtlich seiner Energieeffizienz grundsätzlich besser abschneidet als das Verschrauben, schlägt die Holger Clasen GmbH entsprechende Lösungen auch bei Energieverteilungen vor.
HAMBURG (rm). Im Freileitungsbereich ist das Verpressen bereits etabliert etabliert und bewirkt dort sowohl eine sichere Verbindung als auch eine hohe Zugfestigkeit. Bei Netzanbindungsarbeiten von Kabelstraßen  werden die Leiter hingegen häufig miteinander verschraubt. In diesem Montagefall gelten Verschraubungen bisher als billiger und praktikabler. Doch neue Werkzeugentwicklungen und ökonomische Kriterien wie Nachhaltigkeit und Energieeffizienz haben die Kosten- und Handhabungsbilanz für verpresste Verbindungen verbessert.

Verpressungen schneiden bei der Energieeffizienz gegenüber Verschraubungen besser ab. Verpresste Verbindungen schaffen eine nachhaltige Qualität sowie eine hohe Leitfähigkeit und verbessern so den Energiefluss.

Zwar erscheinen Verschraubungen auf den ersten Blick günstiger, denn sie sind schnell und einfach montiert und es gibt preiswerte Schraubwerkzeuge. Doch in elektrisch und dynamisch hoch belasteten Bereichen können Verschraubungen nicht die gleiche Haltbarkeit wie Verpressungen bieten.

Verpresste Verbindungen sind homogener in der Kontaktierung. Sie benötigen weniger Platz und erreichen eine hohe Zugfestigkeit. Deshalb wird in Bereichen mit nicht zugentlasteten Verbindungen ausschließlich verpresst, so bei der Verdrahtung der Türme von Windkraftanlagen.

Verpresste Kontakte erreichen eine ungleich höhere Dichte der Kabellitzen, als es verschraubte Verbindungen ermöglichen. Die gleichmäßige 360°-Verpressung komprimiert einzelne Litzen der in der Verbindungsmuffe aufeinander treffenden Kabelenden dauerhaft mit einer der Kaltverschweißung gleichenden Dichte. Die auf diese Weise erreichte Verbindung schließt die verbundenen Kabelenden luft- und gasdicht ein.

Durch die gleichmäßige Einwirkung der Haltekraft treten keine Schwachpunkte auf. Bei Verschraubungen liegen dagegen auch bei mehrdrähtigen L eitern die einwirkenden Haltekräfte nur horizontal analog zur Schraube an. Das lässt keine gleichmäßige Verdichtung der einzelnen Litzen zu. Durch die höhere Homogenität der Presstechnik vermindert sich der effizienzschädliche Übergangswiderstand der Verbindungsstellen deutlich.

In der industriellen Fertigung werden elektrische Verbindungen verpresst, weil die gepresste Kontaktstelle über ähnlich günstige elektrische und dynamische Eigenschaften verfügt wie eine gelötete Verbindung. Gleichzeitig ist sie aber mit deutlich geringerem Aufwand und sicherer herzustellen.

Neben der Leitungsdichte und Festigkeit ist die gesicherte Dokumentation der Verpressung ein wichtiger Pluspunkt für diese Technik. Die Presstechnik ist dokumentierbar, die Schraubtechnik nicht. Hinsichtlich möglicher späterer Haftungsfragen kann das ein wichtiges Kriterium sein.