Lapmaster Wolters Entgraten  Batchbearbeitung

Bei dem Doppelseiten-Entgraten werden die Werkstücke in einer Batchbearbeitung entgratet. – Quelle: Lapmaster Wolters

Das thermische Entgraten (TEM – Thermal Energy Method) ist ein Verfahren, dass sich in den letzten Jahrzehnten in der Industrie etabliert hat. Bei dieser Methode wird der abzutragende Werkstoff mittels einer kontrollierten Explosion verbrannt. Dazu werden die Werkstücke auf einem Werkstückträger (Verschlussteller) platziert und automatisch in das Maschineninnere gefahren. Die im Inneren befindliche, glockenförmige Entgratkammer sowie der Verschlussteller werden anschließend hydraulisch verschlossen und bilden so eine Einheit.

Über ein Gasdosiersystem wird ein genau definiertes Gemisch aus Brenngas (Methan, Erdgas oder Wasserstoff) und Sauerstoff in die Kammer geleitet und gezündet. Bei der anschließenden Explosion entstehen Temperaturen von 2500 - 3300 °C, wobei der abzutragende Grat seine Zündtemperatur erreicht und mit dem überschüssigen Sauerstoff in der Entgratkammer reagiert. Dies führt innerhalb von 20 ms zu einer vollständigen Verbrennung der Grate.

Auf den iTEM-Entgratsystemen können verschiedene metallische Werkstoffe sowie Thermoplaste ohne Glasfaseranteil bearbeitet werden. Die Zykluszeit einer solchen Anlage beträgt insgesamt weniger als zwei Minuten; dabei ist - je nach Baureihe - ein maximaler Gasfülldruck von bis zu 23 bar möglich.

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