Der Laser Tracker hat sich insbesondere bei der Vermessung der Form- und Lagetoleranzen großer

Der Laser Tracker hat sich insbesondere bei der Vermessung der Form- und Lagetoleranzen großer Gussteile bewährt. (Bild: Automated Precision Europe GmbH)

Während der Suche nach einem Messsystem, das auch die Werkzeugmaschineninstandsetzung im Arbeitsprozess überwachen sollte, wurde Ferrostaal Maintenance auf den Laser Tracker der Automated Precision Europe (API) GmbH aufmerksam.

HEIDELBERG (rm). Die Anschaffung basierte schließlich auf den kompakten Abmessungen des Gesamtsystems, das häufig transportiert werden muss, sowie erfolgreichen vergleichenden Testmessungen im Vorfeld.

Die Anwendungsfälle des mobilen Messsystems bei Ferrostaal Maintenance sind vielfältig. So wird der Tracker für Messungen im Rahmen von zyklischen Inspektionen eigener Werkzeugmaschinen eingesetzt, beispielsweise eines NC-gesteuerten Großbohrwerks. Es bearbeitet Werkstücke bis 28 m Länge.

Der Laser Tracker misst die Geometrien des Bohrwerks – sowohl der Bahn, als auch die des Turms und der Spindel. Durchgeführt werden nicht nur Zustandsbewertungen im Arbeitsprozess in der Einspannung. Sondern es geht auch um Bestandsaufnahmen vor der Regenerierung von Werkstücken.
Ferrostaal Maintenance nutzt den Laser Tracker nicht nur für die zyklische Überholung von Eigenmaschinen, sondern auch bei Walzenschleifmaschinen der eigenen Kunden. Beispiele sind im benachbarten Stahlwerk die Regenerierung von Stranggussanlagen und Gießbögen. Hier kann der Tracker für die Istaufnahme eingesetzt werden, um die Qualität der durch Auftragsschweißen und anschließenden Feinschliff regenerierten Walzen zu überprüfen. Außerdem werden Umlenkschalen mit einer Tieflochbohrmaschine für Bohrungen bis 4 000 mm Länge bearbeitet und dann mit dem Laser Tracker geprüft.

Noch größere Teile gilt es in der Großgetrieberegenerierung und -reparatur zu messen, wo Getriebegehäuse und Getriebeeinbauteile bearbeitet werden müssen. Der Laser Tracker hat sich insbesondere bei der Vermessung der Form- und Lagetoleranzen der großen Gussteile bewährt.

Seine Fähigkeit, steil nach oben oder unten messen zu können, lässt einen bauteilnahen Einsatz auch in beengten Umgebungen zu. Dadurch können die Messtechniker die Getriebe nahezu überall messen, beispielsweise direkt auf dem Getriebeprüfstand. Sie sind auf keine stationäre Messmaschine angewiesen, die in dieser Größenordnung erheblich teurer in der Anschaffung gewesen wäre.

Ferrostaal Maintenance hat sein Qualitätsmanagement durch die Anschaffung des laserbasierten Messsystems ausgeweitet und aufgewertet. Für das Unternehmen ist der Laser Tracker insbesondere bei der Fertigung in den eigenen Werkstätten, der Demontage und Montage sowie bei der Inbetriebnahme hilfreich.

Das mobile Messsystem ist in wenigen Minuten aufgebaut und einsatzbereit. Der Einsatz ermöglicht erhebliche Zeiteinsparungen durch den Entfall von Werkstücktransporten zu den stationären Messmaschinen. Gemessen werden die Teile an Ort und Stelle, häufig auch im eingespannten Zustand auf der Bearbeitungsmaschine. Vorteilhaft war zudem, dass die mit dem Tracker zum Einsatz kommende Software Metrolog bereits auf den Messmaschinen von Ferrostaal Maintenance genutzt wurde.