SLS-Material Igus Iglidur I3-PL

Um Anwendern aus der 3D-Druck-Branche mehr Produktvielfalt anbieten zu können, hat Igus nun das erste SLS-Material Iglidur I3-PL vorgestellt. - Quelle: Igus

Mit der gewohnten Verschleißfestigkeit von Iglidur-Werkstoffen können Kunden von Igus ab sofort auch Sonderteile und Prototypen speziell für bewegte Anwendungen im selektiven Lasersintern fertigen. Sehr komplexe Formen und eine hohe Genauigkeit der Bauteile sind dadurch möglich. Und das bei mindestens dreimal höherer Abriebfestigkeit im Vergleich zu anderen SLS-Materialien.

Um den 3D-Druck-Anwendern mehr und mehr Produktvielfalt anbieten zu können, hat der Motion Plastics-Spezialist Igus nun das erste SLS-Material Iglidur I3-PL vorgestellt. Neben den vier bereits erhältlichen Tribo-Filamenten für das FDM-Verfahren überzeugt auch das neue Tribo-Pulver mit ähnlich guten Verschleißwerten. „Das Lasersintern ist im 3D-Druck bekannt für eine viel höhere Präzision im Vergleich zum FDM-Verfahren“, erklärt Tom Krause, verantwortlicher Produktmanager bei Igus. „Ein weiterer Vorteil unseres neuen Werkstoffs ist außerdem, dass die Bauteile durch den Druck im SLS-Verfahren eine viel höhere Festigkeit erreichen.“ Beim Lasersintern sind keine Stützstrukturen nötig, da das lose Pulver, das vom eingesetzten Laser nicht aufgeschmolzen wird, als Stützmaterial fungiert. So sind an den Bauteilen weniger Nacharbeiten nötig, die gefertigten Teile können direkt eingesetzt werden. Im Testlabor bei Igus wurden Gleitlager aus dem neuen Werkstoff bereits mit den bisher gängigsten Materialien für das selektive Lasersintern verglichen. Sowohl in der Schwenk- und der Rotations- als auch der linearen Bewegung waren die Teile mindestens dreimal abriebfester als die Vergleichsmaterialien. In der laufenden Beta-Phase werden jetzt verschleißbeanspruchte Bauteile in Kundenanwendungen getestet und darüber hinaus weitere interessante Anwendungen für den SLS-Druck von tribo-optimierten Bauteilen gesucht.

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