Schreibkopf des Faserlasers mit wartungsfreier Optik. (Bild: Bluhm Systeme GmbH)

Schreibkopf des Faserlasers mit wartungsfreier Optik. (Bild: Bluhm Systeme GmbH)

Präzisionsbauteile würden entweder durch eine Stanzung unbrauchbar oder sind für einen Gravierstift zu hart. Deshalb setzt R&R Automatisierungstechnik zum Markieren von Getriebeschalthülsen aus gehärtetem Stahl auf Faserlaser der Bluhm Systeme GmbH.
Rheinbreitbach (rm). Bei R&R, Hersteller von Sondermaschinen für Prüf- und Überwachungstechnik, gibt es keine Mess- und Prüfstation ohne entsprechende Kennzeichnung der Prüflinge. Oft aus gehärtetem Stahl bestehend, sind diese jedoch echte Härtefalle, wenn es um die Kennzeichnung geht.

Hier punktet die Technik des Faserlasers Solaris e-SolarMark FL von Bluhm. Die Systeme sind durch eine hohe Strahlenqualität des erzeugten Lichtes und große Effizienz gekennzeichnet. Dabei ist die Faserlaseroptik wartungsfrei und hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von über 100.000 Betriebsstunden.
Für die Faseroptik werden lange, dünne Stränge aus reinem Glas verwendet. Sie übertragen die Lichtsignale. Ihr Durchmesser entspricht dem eines menschlichen Haares.

Einer der ersten Anwender der Faserlaser war der Automobilzulieferer Koki Technik. Er stellt unter anderem Schaltsysteme für automatisierte und Handschaltgetriebe her. Bei ihm läuft in einem Prüfsystem von R&R ein umfangreiches Testprogramm ab. Sind die Ergebnisse in Ordnung, geht ein Signal an den Faserlaser. Innerhalb von 3 s bringt der Laser auf das Bauteil aus gehärtetem Stahl eine Kennzeichnung auf, bestehend aus Firmenlogo, Schichtcode, Wochentag, Kalenderwoche, Jahr und einer fortlaufenden vierstelligen Seriennummer. Alle Daten werden zur späteren Rückverfolgung in entsprechenden Datenbanken gespeichert. Auf diese Weise werden im Monat mehr als 20.000 Bauteile gelasert.

Der Faserlaser kommt überall dort zum Einsatz, wo es um besonders schwierige Oberflächen geht, etwa bei Metallen mit glänzenden Oberflächen oder bei gehärteten Stählen. Dabei ist die Leistungsaufnahme des Faserlasers mit 400 W gering. Er baut zudem besonders kompakt und kann einfach in Systeme integriert werden. Innerhalb von einer Stunde lässt sich das bedienerfreundliche System einrichten und es kann die erste Kennzeichnung aufgebracht werden. Ebenso einfach ist das Ansteuern mit Triggersignalen.