Für die Aufbereitung beispielsweise von PET-Material lassen sich bis zu zehn Trockner miteinander

Für die Aufbereitung beispielsweise von PET-Material lassen sich bis zu zehn Trockner miteinander kombinieren, die die regenerierte Energie vollständig zurück gewinnen. (Bild: Moretto S.p.A.)

Ein deutlich geringerer Materialaufbereitungsaufwand, mehr Leistung und eine höhere Qualität sollen mit dem Trocknungskonzept Eureka der Moretto S.p.A. erreichbar sein.
I-MASSANZAGO (RM). Die dazu gehörenden vollautomatischen modularen Hochvolumen-Trocknungssysteme kombinieren den neuen Trockner X Max, das Regelungssystem Flowmatik und den neuen Trichter OTX miteinander. Sie erbringen einen Durchsatz bis 8 000 kg/h in Kombination mit einem modularen 20 000 m³/h-Erzeuger. Es lassen sich zwischen drei und zehn modulare Trocknereinheiten mit einem bis 32 Trichtern miteinander verbinden, die alle weder Druckluft noch Kühlwasser erfordern.

Daraus resultiert eine schnellere, konsistentere und behutsamere Trocknung stark hygroskopischer Kunststoffe wie PET, wobei zusätzlich deutlich weniger  Energie verbraucht wird. Das Mehrturmkonzept erhält einen einheitlichen Taupunkt während des gesamten Prozesses aufrecht. Dabei werden ein hoher Wirkungsgrad und eine hohe Betriebsflexibilität erreicht, zum Beispiel beim Mix von Preform-Größen und –Gewichten, auch bei geringerem Durchsatz.

Das Projekt Eureka soll die Energiekosten bei der PET-Trockung vermindern. Gemeinsam mit dem Anwender wird dazu zunächst eine Energieverbrauchsbilanz erstellt und eine alternative Lösung vorgeschlagen.  Deren Monatskosten beruhen dann auf der möglichen Energieeinsparung. Nach zwei Jahren geht das System in das Eigentum des Anwenders über.
Basis des Projektes Eureka sind das Trocknersystem X-Max mit mehreren modularen Einheiten, das Regelungssystem Flowmatik und die Trichter OTX, die nur ein Exsiccationsbett mit doppelter Fläche gegenüber herkömmlichen Bauarten haben.

Durch den Einsatz von als Molekularfilter wird der Energieverbrauch deutlich herabgesetzt. Der Prozessluftkanal des Trockners ist zentral angeordnet, wobei die Heizvorrichtung in der Mitte des Kanals montiert ist. Da der Wärmetauscher ebenfalls zentral platziert ist, wird die vollständige Rückgewinnung der regenerierten Energie erzielt, da sie bei der Aufbereitung des Kunststoffes vollständig verwertet wird.

Das System bewältigt wegen seines niedrigen Energieverbrauchs höhere Produktionsquoten von beispielsweise PET-Preforms. Bei der Führung und Regelung des Trocknungsprozesses verschiedener Kunststoffgranulate werden Materialtyp, Granulatgröße, Dichte, Temperatur, Taupunkt, Verweilzeit, spezifischer Luftdurchsatz, Anfangs- und Restfeuchte sowie die Viskosität berücksichtigt.

In einem Multi-Trockner-System kann jede Einheit auf die gleiche Temperatur und Prozessluftmenge eingestellt werden, wobei gleichzeitig verschiedene Taupunkte abgestuft werden können. Die Regeleinheit führt alle relevanten Sequenzen, so dass der Mix an Prozessluft von den Trocknern auf einem konstanten Wert von etwa -65 °C gehalten wird.

Halle 11, Stand H57