Ressourcen sparen mit Auftrags-Schweißen 1

DITZINGEN (hi). Mit dem Verfahren lassen sich Bauteile reparieren und optimieren.„Das Potenzial, mit Laserauftragschweißen Ressourcen einzusparen, ist riesig“, sagte Dr. Antonio Candel-Ruiz auf einem fertigungstechnischen Kolloquium in Stuttgart. Der Experte für Laseroberflächenverfahren bei der Trumpf Laser- und Systemtechnik in Ditzingen betonte: Mit dem abgekürzt LMD (Laser Metal Deposition) genannten Verfahren ließen sich Bauteile reparieren und optimieren – meist, um die Verschleiß- oder Korrosionsbeständigkeit zu verbessern.

Vom Laserauftragschweißen können nahezu alle Industriebranchen profitieren. Die Liste reicht von Herstellern landwirtschaftlicher Geräte und Baumaschinen über die petrochemische Industrie, die Automobil-, Luftfahrt- und Schwerindustrie bis hin zur Medizintechnik. „Das wirtschaftliche Potenzial der Technologie steckt zum einen in der Möglichkeit, Basiskomponenten mit einer Funktionsschicht aufzuwerten oder die Lebensdauer teurer Komponenten maßgeblich zu verlängern“, beschrieb Candel-Ruiz die Vorteile. In diesem Sinne hieße Funktionsschicht sehr oft erhöhte Temperatur-, Korrosions- und Verschleißbeständigkeit. Beispielsweise kann LMD Bohrgestänge für Erdölbohrungen mit einer besonders widerstandsfähigen Schicht panzern.

Der zweite wichtige Applikationsbereich des LMD ist das Reparaturschweißen – also das Retten teurer Komponenten, die, von einem lokalen Schaden abgesehen, noch voll funktionstüchtig sind. „Die bekannteste Anwendung hier ist die Reparatur von Schaufeln an Turbinenrädern“, sagte Candel-Ruiz.

Beim Laserauftragschweißen erzeugt der Laserstrahl auf der Oberfläche des Bauteils ein Schmelzbad. In dieses Schmelzbad blasen Pulverdüsen koaxial zum Arbeitsstrahl ein metallurgisches Pulver, das aufschmilzt. Je nach Applikation können einzelne Werkstoffe oder Pulvermischungen, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen, eingesetzt werden. So lassen sich die Eigenschaften der Schicht sehr genau bestimmen.