Die RingSaw ist die neue Maschinenlinie von Reika zum Trennen von Rohren, Stangen und Profilen im

Die RingSaw ist die neue Maschinenlinie von Reika zum Trennen von Rohren, Stangen und Profilen im Rohrdurchmesserbereich von 10 bis 610 mm bei Wanddicken von 1 bis 150 mm.

Hagen (sm). „Die RingSaw ist eingeschlagen wie eine Bombe.“ Fast scheint es, als ob Reika-Verkaufsleiter Andreas Zimball selbst nach 18 Monaten noch immer ein wenig von der Nachfrage nach der neuen Wirbeltrennmaschine für Rohre und Stangen überrascht wäre. „Nein“, lächelt er. „Dafür hat mich das Produkt von vornherein zu sehr überzeugt.“

Nicht nur ihn, sondern auch zahlreiche (potenzielle) Kunden. Bereits auf der Messe TUBE im April 2010 war die vor Ort produzierende RingSaw dicht umlagert. Die Besucher staunten über das Konzept mit dem Sägekopf, der das feststehende Werkstück umläuft, und der die Werkzeugkosten im Vergleich zu herkömmlichen Hartmetall-Sägen zwischen 50 und 80 Prozent reduziert, und das bei einer um 30 bis 60 Prozent schnelleren Leistung. Inzwischen liegen die ersten Erfahrungen vor: Die erstaunlichen Werte wurden bestätigt, teils sogar nochmals übertroffen. „Wir reden hier über höhere sechsstellige Beträge, die Jahr für Jahr eingespart werden können“, verdeutlicht Zimball. „Was wiederum bedeutet, dass sich die Investitionskosten für unsere RingSaw bereits nach wenigen Jahren rentiert haben werden.“

Ein nicht zu unterschätzendes Argument in einer wirtschaftlich unsicheren Zeit, in der sämtliche Kosten auf den Prüfstand kommen. Ein weiteres: „Kein Kunde wird zum Versuchskaninchen“, betont Zimball. Zwar sei die RingSaw eine vollständig neue Maschinenlinie zum Trennen von Rohren, Profilen und Stangen. Die Maschine stütze sich aber auf „zahlreiche Erfahrungen“, die aus längst am Markt etablierten Anlagen eines verwandten Konzepts resultierten. Sie sei daher „alles andere als ein Prototyp, sondern eine wegweisende Weiterentwicklung eines bewährten Konzepts“.

Eines bewährten Konzepts, das von Reikas deutschem Wettbewerber Procon stammt. Reika übernahm im Jahr 2009 die Procon-Anlagen. Basierend auf den bereits im Markt bestehenden Procon-Wirbelfräsen und mit den Engineering-Kapazitäten der gesamten Graebener Group entwickelte Reika dann die RingSaw. Die übrigens sowohl für stationäre als auch für fliegende Anwendungen eingesetzt werden kann und inzwischen auch eingesetzt wird.

Laut den ersten Erfahrungsberichten über die RingSaw erzielte ein renommierter deutscher Hersteller von Wälzlagerringen auf der Reika-Maschine im Vergleich zu einer herkömmlichen Hartmetallsäge Werkzeugkosteneinsparungen von bis zu 80 Prozent bei einer Mehrleistung von 30 bis 60 Prozent. Das Material war 100Cr6, vorvergütet, der Durchmesser der Rohre betrug 73 mm bei einer Wandstärke von 12,6 mm. Zimball: „Der Hersteller übertraf damit sämtliche Erwartungen.“

Einer der führenden Hersteller von Wälzlagerstahl aus Skandinavien bestätigte diese Ergebnisse nach einer aufwändigen Testreihe. Dieses Unternehmen setzte laut Zimball weiterentwickelte Werkzeuge ein, testete mit unterschiedlichsten Werkzeugtechnologien. Das alles ohne großen Aufwand, denn die RingSaw ist optional mit einem automatischen Werkzeugwechsler ausgestattet, um manuelle Eingriffe zu verringern und die Verfügbarkeit zu erhöhen. „Die Qualität der Wälzlagerringe, die auf der RingSaw hergestellt worden sind, ist nachweislich um Längen besser“, fasst Zimball das Testergebnis zusammen. Das gleiche Ergebnis resultiert aus weiteren Tests mit Schneidwerkzeugen in verschiedenen technischen Ausführungen: „In Sachen Gratfreiheit, Oberflächenqualität, Rechtwinkligkeit etc. suchen die RingSaw-Produkte ihresgleichen.“

Auf einen Blick: RingSaw von Reika

Die RingSaw ist die neue Maschinenlinie von Reika zum Trennen von Rohren, Stangen und Profilen im Rohrdurchmesserbereich von 10 bis 610 mm bei Wanddicken von 1 bis 150 mm. Sie wird rein elektro-mechanisch über Servomotore angetrieben und ist daher ölfrei. Der Zerspanungsprozess erfolgt in der Regel trocken, kann aber auch wahlweise entweder mit einer Minimalmengenschmierung oder einer Voll-Emulsions-Kühlung betrieben werden. Da das Maschinenbett absolut ölfrei ist und als geschlossener Kühlwassertank bzw. -kreislauf konzipiert wurde, sind abgesehen von den Maschinenbefestigungen keine speziellen Fundamente notwendig. Der Späneförderer kann direkt in das Maschinenbett eingeschoben werden. Die RingSaw ist optional mit Werkzeugwechsler und mit einer komplett geschlossenen Sicherheitseinhausung in Werkzeugmaschinenbauweise lieferbar. Das garantiert absolute Bediensicherheit und Schutz nach außen.