Im Herbst 2014 stellte Schuler auf der Fachmesse EuroBLECH in Hannover den neuen Stanzautomaten

Im Herbst 2014 stellte Schuler auf der Fachmesse EuroBLECH in Hannover den neuen Stanzautomaten MSC-2000 für das mittlere Preissegment vor. In genau diesem Segment will das Unternehmen in Asien wachsen. - Bild: Schuler

Der Pressenhersteller Schuler will in Asien das mittlere Preissegment erschließen. Das gab das Unternehmen auf seiner Bilanz-Pressekonferenz bekannt.

Schuler hat im Geschäftsjahr 2014 beim Auftragseingang ein Wachstum verbucht. Die Neubestellungen legten um 2,6 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro zu. “Deutliche Zuwächse erzielten wir in Asien”, sagte CEO Stefan Klebert bei der Bilanzvorlage in Stuttgart. Gemessen am Gesamtauftragseingang war der asiatische Markt mit einem Anteil von 34,1 Prozent der zweitgrößte Absatzmarkt nach Europa mit 45,9 Prozent.

China spielt also eine zentrale Rolle in der Unternehmensstrategie. Schuler will in Asien das mittlere Preissegment noch besser ansprechen, “dort sehen wir großes Wachstumspotential”, so Klebert. Im Herbst 2014 stellte Schuler einen Stanzautomaten (MSC-2000) für dieses Segment vor und startete kürzlich ein Projekt zum Bau einer 800-Tonnen Servopresse für den lokalen Markt in China.

Insgesamt berbuchte Schuler im vergangenen Geschäftsjahr 2014 bei stabilem Umsatz von 1,18 Milliarden Euro ein Ergebnisplust. Der Betriebsgewinn (Ebita) stieg um 3,0 Prozent auf 104,1 Millionen Euro, die Ebita-Marge auf 8,8 Prozent. Damit übertrafen die Göppinger die ursprüngliche Prognose (1,1 Milliarden Euro und Ebita-Marge von 6 bis 7 Prozent) deutlich, die im Jahresverlauf aufgrund guten Geschäftsverlaufs und positiver Einmaleffekte durch das weitgehend umgesetzte Effizienzsteigerungsprogramm nach oben korrigiert wurde. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 5,2 Millionen auf 66,9 Millionen Euro.

Der Nettofinanzstatus (liquide Mittel abzüglich Finanzschulden) verbesserte sich von 202,2 auf 403,9 Millionen Euro. Das Eigenkapital erhöhte sich von 302,0 auf 322,0 Millionen Euro bei einer Eigenkapitalquote von 28,6 Prozent. “Sie bewegt sich an der 30%-Schwelle. Dies ist unser Ziel, um Schuler eine langfristig solide finanzielle Basis zu geben”, erklärte Finanzvorstand Norbert Broger. Entsprechend der Dividendenpolitik, die Gewinne für Investitionen im Unternehmen zu belassen, soll die Dividendenausschüttung wie im Vorjahr 3,3 Millionen Euro beziehungsweise 0,11 Cent pro Aktie betragen.

Für das laufende Jahr zeigt sich Schuler zuversichtlich. Aufgrund eines Auftragsbestands von über einer Milliarde Euro und weltweit guten Projektaktivitäten rechnet das Unternehmen mit einer weiteren Umsatzsteigerung. Zum Bilanzstichtag beschäftigte Schuler 5.423 Mitarbeiter. Im Rückgang von 2,8 Prozent spiegelt sich die Straffung in Produktion und Verwaltung vor allem in Deutschland wider.

Schuler/Stefan Weinzierl