Bluhm Systeme Hoermann Etikettendruckspender Legi-Air 4050E

Der Etikettendruckspender Legi-Air 4050E wurde schräg über der Fördertechnik montiert. Bild: Bluhm Systeme

Alle 17 Sekunden wird am sächsischen Produktionsstandort eine fertiggestellte Hörmann-Tür in PE-Folie eingeschweißt, etikettiert und auf eine Palette gestapelt. Kaum eine Tür ist wie die andere – deshalb müssen die Etiketten eine ganze Reihe individueller Informationen enthalten: Produktname, Maße, RAL-Farbangabe, Skizze der Anschlagsseite, Chargennummern und verschiedene Barcodes.

Um den Überblick zu behalten, steuert Hörmann die komplette Etikettierung über ein übergeordnetes Leitsystem. Alle relevanten Druckdaten sind in einem ERP-System hinterlegt und werden per Ethernet-Datenleitung an den Etikettendruckspender Legi-Air 4050E von Bluhm Systeme übermittelt. Entscheidend bei der Systemauswahl war vor allem, dass die folgenden Herausforderungen gemeistert werden können: der Druck sogenannter Leiterbarcodes, das ungewöhnliche Etikettenmaß und die Klebeposition auf unebenem Untergrund.

1. Thermotransferdruck von Leiterbarcodes

In den Legi-Air 4050E ist ein SATO-Druckmodul integriert, dass die Daten per Thermotransferdruck auf die Etiketten druckt. Dabei wird ein temperaturempfindliches Farbband zwischen Label und Thermodruckkopf hindurchgeführt. Der Druckkopf besitzt Hunderte von computergesteuerten Heizelementen, die das Druckbild übertragen. Wird ein Heizelement angesteuert und erhitzt, schmilzt die Farbbandschicht und die Farbe wird auf das Etikett übertragen.

Der Druck von Barcodes per Thermotransfer ist am leichtesten, wenn die Codelinien in Druckrichtung der Thermoleiste verlaufen. Denn um diese sogenannten Zaunbarcodes zu drucken, muss das Heizelement im Druckkopf lediglich einmal angesteuert und solange erhitzt werden, bis die Linien gedruckt sind.
Schwieriger ist der Druck von sogenannten Leiterbarcodes, die quer zur eigentlichen Druckrichtung verlaufen. Hier müssen die Heizelemente sehr präzise auf das Ein- und Ausschalten reagieren. Die Temperatur der Heizelemente muss sich folglich sehr kurzfristig ändern können, um ein exaktes Druckbild zu erhalten. Dies gelingt dem SATO-Druckmodul mühelos dank spezieller harzreicher Farbbänder in Kombination mit Etiketten aus PE-Folie und einer leicht reduzierten Druckgeschwindigkeit.