Bohrwerke bei Starrag

Starrag führte die Modernisierung von Bohrwerken bei RWE Power AG erfolgreich durch.

Wie eine langjährig erfolgreiche Geschäftsbeziehung entsteht, belegt die enge Zusammenarbeit der RWE Power Aktiengesellschaft in Frechen bei Köln mit den Starrag Group Service Experten von Dörries Scharmann in Mönchengladbach. Das RWE-Technikzentrum besitzt vier Bohrwerke von Scharmann: zwei Scharmann WFT sowie eine Scharmann FB 100 aus den 1970er Jahren und eine Scharmann Heavycut, Baujahr 1983.

Willi Spelter, Projektleiter für Instandhaltung im RWE-Technikzentrum: „Ein großes Retrofit stand bei den beiden WFT wegen eines kapitalen Schadens an den Führungsbahnen an. Zu ihrer Erneuerung mussten die Ständer und Spindelkästen demontiert werden.“ Zunächst entstand eine Instandhaltungsstrategie, bei der die Bohrwerke im ersten Schritt in Baugruppen eingeteilt wurden. „Wir haben die über 100 Baugruppen in einer Mindmap dargestellt und farblich markiert“, erklärt der Projektleiter. Grün stand für einwandfrei, Gelb für Zustand noch nicht klar und Rot für Reparatur oder Ersatz. „Anhand dieser Analyse erstellten wir einen Realisierungsplan mit Kostenvorschlägen“ erklärt Hans Jeschke, Direktor Service der Starrag Group. „Wir mussten jeden anzugehenden Retrofit-Schritt bewerten, begründen und rechtfertigen – bis hin zu den zukünftigen Risiken. Aber es war die richtige Vorgehensweise.“

„Für uns war es eine schwierige Zeit, denn von den drei großen Bohrwerken stand uns plötzlich nur noch eines zur Verfügung“, sagt Betriebsingenieur Uwe Herrmann. Um ihm und seinem Produktionsteam das Leben zu erleichtern, sah der Plan ein schrittweises Retrofit vor. „Der Basisauftrag wurde mehrmals erweitert und dauerte insgesamt rund 16 Monate“, erinnert sich Norbert Ophüls, Teamleiter Service. „Trotzdem betrug die Stillstandzeit beider Bohrwerke gleichzeitig nur sechs Monate.“ Nach dem Retrofit stand eine Modernisierung des Sicherheitskonzeptes der beiden WFT und der daneben stehenden Heavycut an. Es galt aber auch zu berücksichtigen, dass sehr große Bauteile manchmal über den Arbeitsraum hinausragen. Die Aufgabe war auch deshalb sehr anspruchsvoll, weil die beiden WFT auf einem gemeinsamen Maschinenbett stehen. Thomas Pfeiffer, Fachleiter für produktorientierte Instandsetzung: „Der intensive Dialog führte dann zu einer maßgeschneiderten Lösung, die auch bei der zuständigen Aufsichtsbehörde und den Mitarbeitern gut ankam.“ Alles in allem kann sich die 20jährige Zusammenarbeit sehen lassen. Entsprechend fällt die Beurteilung des Retrofits der Bohrwerke auf einer Skala von einem Stern (ausreichend) bis maximal fünf Sterne (exzellent) aus. Spelter: „Genauigkeit und Verfügbarkeit nahmen von vorher zwei auf fünf Sterne zu.“

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