Mit dem 3D-Drucker J750 erfindet Stratasys den 3D-Druck laut eigen Angaben neu. Bild: Stratasys

Mit dem 3D-Drucker J750 erfindet Stratasys den 3D-Druck laut eigen Angaben neu. Bild: Stratasys

Vergangenen Freitag präsentierte Stratasys, Weltmarktführer bei Kunststoff-3D-Druckern, im US-amerikanischen Fort Collins den J750. Laut dem Unternehmen ist es eine kleine Revolution, dass der Drucker 360.000 Farben und die Verwendung zahlreicher Materialien ermöglicht. "Der J750 ermöglicht absolut realistische Bauteile ohne jegliche Nachbearbeitung", erklärte Joshua Claman, Chief Business Officer bei Stratasys. Seiner Einschätzung nach steht dieser 3D-Drucker für den Anfang einer industriellen Revolution. "Bereits heute ergänzen 3D-Drucker den Arbeitsprozess in der Industrie. Sie werden immer häufiger für den Bau von Prototypen, Produktionsmitteln und Bauteilen benutzt. Die Potenziale für die Zukunft sind immens", glaubt Claman. Als konkrete Beispiele nennt er individuelle Handhabungswerkzeuge für die Industrie, Vorrichtungen für den Fahrzeugbau und Bauteile für die Luftfahrtindustrie und die Medizintechnik. "Alleine für den Airbus A350 kommen bereits rund eintausend Bauteile aus dem 3D-Drucker", so Claman.

Der Bauraum des J750 beträgt 490x390x200 mm und die minimale Schichtstärke von 14µm ermöglicht eine maximale Auflösung von 20 bis 85 µm. Die komfortable Anwendersoftware PolyJet Studio ermöglicht die komfortable Bedienung nach dem Motto WYSIWYG („What You See Is What You Get“). Erste Anwender des J750 gibt es bereits. Einer davon ist die israelische Firma Synergy. Prototyping Manager Omer Gassner nennt als Beispiel ein Bedienpanel, dass vor der Anschaffung des J750 herkömmlich mittels CNC-Fertigung hergestellt wurde. „Es hat zehn Tage gedauert und 700 US-Dollar gekostet. Mit dem J750 schaffen wir es in wenigen Stunden und die Kosten für das Bauteil liegen bei nur noch 200 US-Dollar“.

Ebenfalls im Einsatz ist der J750 bei dem US-amerikanischen Unternehmen OtterBox. „Wir nutzen 3D-Drucker seit einigen Jahren. Der J750 ist ein echter Fortschritt. Er erlaubt uns die Herstellung absolut realitätsnaher Prototypen und reduziert das Time-to-Market deutlich.“