Blick von Norden auf das neue Trumpf-EUV-Gebäude in Ditzingen: Im Vordergrund liegt der

Blick von Norden auf das neue Trumpf-EUV-Gebäude in Ditzingen: Im Vordergrund liegt der Bürokomplex, der etwa 270 Entwicklungs- und Verwaltungsmitarbeitern Platz bieten wird. - Bild: Barkow Leibinger

Die Zentrale von Trumpf in Ditzingen wird um 34.000 Quadratmeter erweitert. Das Unternehmen investiert rund 70 Millionen Euro in die Entwicklung und Produktion von Schlüsselkomponenten für die Mikrochip-Herstellung.

Trumpf investiert laut einer Mitteilung mehr als 70 Millionen Euro in die EUV-Technologie. Um optimale Bedingungen für dieses Hightech-Verfahren zur Mikrochip-Herstellung zu schaffen, entstehen am Stammsitz in Ditzingen in den nächsten zwei Jahren Neubauten mit einer Gesamtflächte von fast 34.000 Quadratmetern.

Eine mehrgeschossige Halle wird neben Produktionsflächen auch Reinräume sowie Versuchs- und Inbetriebnahme-Bereiche umfassen, wie das Unternehmen mitteilte. In einem angrenzenden Büroriegel soll Raum für 270 Arbeitsplätze sein.

“Wir entwickeln und produzieren hier einzigartige, hoch komplexe Lasersysteme und schaffen damit Hightech-Arbeitsplätze in Deutschland”, so Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Trumpf Geschäftsführung. Die Investitionskosten für das vom Architekturbüro Barkow Leibinger geplante Projekt setzen sich aus Bauwerks- und Prozesskosten zusammen. Letztere beinhalten vor allem die für die EUV-Technologie nötige, aufwändige Haustechnik.

Hauptnutzer der neuen Gebäude ist die Ende 2014 gegründete Tochtergesellschaft Trumpf Lasersystems for Semiconductor Manufacturing, die sich ausschließlich um die Herstellung und Weiterentwicklung der so genannten Trumpf Laser Amplifier und damit zusammenhängender Komponenten kümmert. Für diese Verstärkersysteme werden vier Hochleistungslaser in Reihe geschaltet, um extrem starke Laserpulse zu erzeugen. Diese treffen dann in einem Vakuum auf Zinntröpfchen, wobei sehr kurzwelliges EUV-Licht entsteht.

Damit lassen sich in einem speziellen Belichtungsprozess Strukturen auf Mikrochips erschaffen, die mit unter zehn Nanometern nicht einmal so groß sind wie ein Grippevirus. So passen künftig mehr als zehn Milliarden Transistoren auf einen einzigen Mikrochip, was Smartphones und Co. noch sehr viel leistungsfähiger machen wird, so das Unternehmen.

Trumpf / Stefan Weinzierl