Flussmittel für das Löten von Emil Otto

Das wasserbasierende Flussmittel lieferte gute Testergebnisse.

Die Green-Line-Serie von Emil Otto umfasst verschiedene Flussmittel auf Wasserbasis zum Wellenlöten. Auf Grund steigender Nachfrage nach ökologischen Flussmitteln entschied sich die Emil Otto GmbH, das Angebot der wasserbasierenden Flussmittel zu vervollständigen. Da die Selektivanwendung immer stärker zum Einsatz kommt, wollte das Unternehmen ein unter Praxisbedingungen erprobtes wasserbasierendes Selektivflussmittel anbieten.

„Die Vorteile dieser umweltfreundlichen Flussmittel liegen auf der Hand“, erklärt Markus Geßner, Prokurist der Emil Otto GmbH. Auf Wasser basierende Flussmittel sind nicht brennbar. Alkohole dagegen haben einen Flammpunkt von 12°C, sind also leicht entzündlich. Daraus resultieren Vorteile in der Fertigung, dem Transport, der Lagerung und Handhabung, da diese Produkte keiner Gefahrgutklassifizierung unterliegen, heißt es. Mit Anlagenherstellern prüfte das Unternehmen verschiedene Möglichkeiten. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Vorheizung. Der Flussmittelaufbau und die Gerätekonfiguration mussten sicherstellen, dass zum Zeitpunkt der Lötung die Leiterplatte trocken war, das Flussmittel ausreichend Aktivität aufwies und keine Feuchtigkeitsreste auf der Leiterplatte verblieben. Auf Grund dieser Vorgaben wurde ein Anlagenkonzept ausgewählt. Die Flussmitteldosierung erfolgte über Drop-Auftrag. Mittels Vordruck, der Transportgeschwindigkeit und der Düsenöffnungszeit kann die Flussmittelmenge genau dosiert werden. Als Lot kamen in der Testphase sowohl silberhaltige als auch silberfreie Standardlegierungen zum Einsatz. In einem gesondert ansteuerbareren Vorheizbereich, der mit Infrarotstrahlern ausgerüstet war, konnte die Verweilzeit und Strahlenintensität gesteuert werden. Gemessen wurde die Temperatur an der Leiterplattenoberseite nach Abschluss der Vorheizphase.

Als Miniwelle kamen in der Testphase sowohl aktivierte als auch einseitig ablaufende Düsenaufsätze zum Einsatz. Die Miniwellen waren darüber hinaus stickstoffumflossen. Für die Testdurchläufe wurde eine EURO-Testleiterplatte der Emil Otto GmbH mit HAL, chemisch Zinn und Nickel-Gold genutzt. Zu Beginn der Test musste jedoch erst einmal Referenzwert in einer Grundeinstellung erfasst werden. In Abhängigkeit vom Maschinentyp wurden nach der Vorheizung auf der Leiterplattenoberseite Temperaturen von 90°C bis 130°C gemessen. Die Leiterplatten waren trocken, wie bei den Vergleichsversuchen mit nicht-wasserbasierenden Flussmitteln. Durch die Oberflächenspannung des Wassers war die Flussmittelausbreitung flächig geringer als bei den alkoholbasierenden Flussmitteln. Der Durchstieg und die Pad-Benetzung wurden nicht negativ beeinflusst und die Lötergebnisse waren mehr als zufriedenstellend. Die Sauberkeit war gleich gut und zum Teil besser als bei den alkoholbasierenden Flussmitteln, teilt das Unternehmen mit.

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