Kennzeichnung mit UV-Tinte

Die Kennzeichnung mit UV-Tinte ist nur unter Schwarzlicht erkennbar und somit völlig unauffällig. - Bild: Bluhm Systeme

So dass sie das Erscheinungsbild des Produktes nicht beeinträchtigen. So erging es auch der Andreas Neumann GmbH in Solingen. Das Unternehmen produziert hochwertige Gummiseile für Anwendungen aller Art.

Zwar sind die textilumflochtenen Latexseile meist „im Verborgenen“ tätig. Doch im Alltag begegnen sie uns überall – ob in Aufzügen, als Ladungssicherungen oder an Trampolinen.

So vielfältig die Einsatzmöglichkeiten sind, so hoch sind auch die Sicherheitsanforderungen an diese Produkte. Deshalb trägt jedes Spannband eine Chargennummer, die dem jeweiligen Fertigungsauftrag zugeordnet werden kann. Somit ließe sich beispielsweise bei einem Produktionsfehler die betroffene Einheit vom Markt nehmen.

UV-Tinte: unauffällig und haltbar

Der großen Verantwortung ist man sich auch bei Andreas Neumann bewusst, wo schon seit über 10 Jahren solche Gummiseile produziert werden. Das Unternehmen stellt seine Expanderschnüre in verschiedenen Farben her und versieht sie jeweils im Abstand von 15 cm mit Chargenkennzeichnungen. Die Beschriftung sollte die bunte Farbgebung aber nicht stören. Geschäftsführer Andreas Neumann machte sich deshalb auf die Suche nach einer passenden Lösung. Fündig wurde er beim Kennzeichnungsspezialisten Bluhm Systeme. Die Experten schlugen die Bedruckung mit unsichtbarer UV-Tinte vor. Die Idee hat Geschäftsführer Andreas Neumann überzeugt: „Die Kennzeichnung ist nur unter Schwarzlicht erkennbar und somit absolut unauffällig!“

Und äußerst haltbar ist sie auch: Die Gummibänder sind mit einem Flechtwerk aus PE-, PP- oder PET-Fasern ummantelt, das die Tinte sehr gut aufsaugt und schnell trocknen lässt. „Bei unseren Qualitätskontrollen setzen wir unsere Seile Belastungstests mit bis zu 300.000 Bewegungszyklen aus“, erklärt Neumann und fügt hinzu: „Dabei haben wir festgestellt, dass dieser Belastung nicht nur die Seile, sondern auch die Chargenkennzeichnungen problemlos standhalten!“

Kleiner Drucker, großer Nutzen: Markoprint X1JET

Viel Platz wird für das Beschriften nicht benötigt. Bluhm Systeme montierte einen besonders kompakten Inkjet-Drucker in die Produktionsanlage des Seile-Herstellers. Der Markoprint X1JET vereint Steuer- und Druckeinheit auf einer Baugröße von gerade mal zwei Zigarettenschachteln. Trotzdem lassen sich auf Knopfdruck bis zu neun abgespeicherte Drucktexte inklusive Schrift, laufende Nummern, Barcodes oder Logos abrufen. Die Druckdaten werden zuvor per USB-Stick, über die serielle Schnittstelle oder per Ethernet direkt vom Firmennetzwerk aus auf das Gerät übertragen. Auf seinem PC hat Andreas Neumann die iDesign-Software installiert, mit deren Hilfe er automatisch die Chargennummern generiert und an den Drucker übergibt.

Wenn die Seile den Markoprint X1JET passieren, werden sie in einer Höhe von 12,5 mm beschriftet. Ein direkt an den Drucker angeschlossener Drehimpulsgeber übermittelt die passende Produktgeschwindigkeit. Gleichzeitig ermittelt ein Sensor die Seillänge, sodass der Heißschneideautomat die Seile anschließend auf die gewünschte Länge kürzen kann.

Der Markoprint-Drucker kann Tintenkartuschen verschiedener Hersteller verarbeiten. Bei Andreas Neumann kennzeichnet der X1JET mit UV-Tinte von Hewlett Packard. Sofort nach der Übermittlung des gewünschten Druckbildes kann der Drucker die voraussichtliche Anzahl der möglichen Drucke pro Kartusche ermitteln. Bei Andreas Neumann reicht eine Patrone für mehr als 520.000 Codierungen.

Die Bediener können die Tintenpatronen dank des patentierten Click’n‘Print-Verfahrens mit einer einzigen Handbewegung wechseln. Da der Druckkopf Teil der Kartusche ist, steht mit jedem Tintenwechsel quasi ein „neuer Drucker“ zur Verfügung. Das macht den X1JET nahezu wartungsfrei. Bei längeren Druckpausen können die Anwender die Kartusche aus dem Gerät nehmen und mit einer Kappe verschließen. So wird das Eintrocknen der Tinte verhindert.