Mit dem neuen Headquarter in Shanghai will Andreas Evertz, Vorstandsvorsitzender der Walter AG, auch

Mit dem neuen Headquarter in Shanghai will Andreas Evertz, Vorstandsvorsitzender der Walter AG, auch den Service vor Ort fördern (Bild: Walter AG).

TÜBINGEN (hi). Von der chinesischen Metropole aus unterstützt der Tübinger Werkzeugspezialist Kunden bei technischen Fragestellungen und kann das Produktportfolio noch besser auf die spezifischen Anforderungen der Anwenderunternehmen in der Region ausrichten. Eine weitere Aufgabe des neuen Headquarters besteht darin, die neun Niederlassungen in der Region zu unterstützen, ihre Prozesse zu verbessern. Dafür werden in Shanghai wichtige Funktionen wie Branchenmanagement, Engineering, Marketing, Personal und Finanzen aufgebaut.

Der wirtschaftliche Aufstieg der Region Asien/Pazifik ist atemberaubend. Vor allem China dient dabei als Konjunkturlokomotive. Im vergangenen Jahr legte die chinesische Wirtschaft um 10,3 Prozent zu und löste Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nach den USA ab. Das Land ist daher nicht nur als Export- und Investitionsstandort beliebt, sondern bietet mit 1,3 Milliarden Verbrauchern auch ein unvergleichliches Konsumpotenzial. Auch für Walter ist die Region von hoher strategischer Bedeutung und trägt bereits heute einen wichtigen Teil zum Gesamtergebnis des Unternehmens bei.

„Für ein multinationales Unternehmen wie Walter ist es von zentraler strategischer Bedeutung, in solch einem wichtigen Wachstumsmarkt wie Asien/Pazifik gut aufgestellt zu sein“, sagt Andreas Evertz, Vorstandsvorsitzender der Walter AG. „Mit unserem neuen Headquarter in Shanghai rücken wir noch näher an unsere Kunden in der Region heran und können kurzfristig und flexibel bei technischen Fragen unterstützen.“

In der Vergangenheit mussten sich die Walter-Niederlassungen in Asien/Pazifik bei technischen Fragestellungen in einem Kundenprojekt an den Walter Stammsitz in Tübingen wenden. Die Walter-Experten sind dann aus Deutschland in das jeweilige Land geflogen, um das Problem vor Ort zu lösen. Von dem neuen Headquarter in Shanghai aus können die Techniker – bis auf Australien – in vier bis fünf Stunden an jedem Ort der Region sein, um die Kunden ganz gezielt und persönlich zu unterstützen. Eine weitere Aufgabe des neuen Headquarters besteht darin, die Niederlassungen in der Region darin zu unterstützen, ihre Prozesse zu verbessern. Dafür werden in Shanghai wichtige Funktionen wie Branchenmanagement, Engineering, Marketing, Personal und Finanzen aufgebaut.

Geleitet wird das Headquarter in Shaghai von Jean-Paul Dissous. Der 57-jährige Franzose blickt auf eine langjährige Erfahrung in Asien zurück. Zehn Jahre pendelte er für das mittlerweile zu Walter gehörende US-Unternehmen Valenite zwischen Europa und Asien. „Das Potenzial dieser Region ist enorm für Walter“, so Dissous. „Walter ist dafür sehr gut aufgestellt. Wir sind ein internationales Unternehmen mit einer großen Präsenz in Europa, den USA und auch in Asien.“ Für Shanghai als Standort hat sich Walter entschieden, weil es sehr zentral in der Region gelegen ist. Außerdem ist die größte Niederlassung in der Region nur etwa 150 Kilometer entfernt in Wuxi. Dort gibt es auch eine Produktion und ein Walter Technology Center, das ebenso gut ausgestattet ist wie die Technology Center in Deutschland und den USA. Daher können dort genau dieselben Werkzeug-Tests und Trainings durchgeführt werden wie in Europa und Nordamerika.