5-Achs-Zentrum von Licon

5-achsiges Bearbeitungszentrum von Licon mit Doppelspindel.

Im Fokus der Arbeit steht bei Jung & Co. die Fertigung anspruchsvoller Komponenten und Baugruppen in kleinen und mittleren Losgrößen mit Stückzahlen zwischen 50 und 500 Bauteilen. Die damit verbundenen häufigen Bauteilwechsel erfordern ein hohes Maß an Flexibilität in der Umrüstbarkeit. Zur Bearbeitung werden robuste und hochwertige Maschinen benötigt, die ein großes Zerspanungsvolumen haben und eine hohe Fertigungspräzision gewährleisten. Dass das allein nicht ausreicht, um dauerhaft erfolgreich zu sein, weiß Thomas Lehmann, Geschäftsführer der Jung & Co. Gerätebau GmbH: „Unser Erfolgskonzept basiert traditionell auf stetiger technischer Weiterentwicklung unseres Maschinenparks. So haben wir bereits vor vielen Jahren in die 5-achsige Fräsbearbeitung mit hochwertigen Maschinen investiert. Diese Frässtrategie ist mittlerweile zur tragenden Säule in unserer Fertigung geworden.“

Anfang des Jahres legte Jung & Co. nach: Das Unternehmen investierte erstmals in ein doppelspindliges 5-achsiges Bearbeitungszentrum aus dem Hause Licon aus Laupheim, eine Firma, die sich als Systemlieferant von Fertigungslinien für die mechanische Serienbearbeitung komplexer Bauteile einen Namen gemacht hat. Jung & Co. sieht sich mit der Investition gut aufgestellt– auch aufgrund der doppelten Ausbringung auf nahezu gleicher Hallenfläche. „Die Maschine erfüllt unsere Erwartungen umfassend – nicht selten übertrifft sie diese sogar. Bereits das erste Teil nach dem Umrüsten fertigen wir mit der Licon-Maschine zeichnungskonform. Einige neue Kundenaufträge konnten wir gewinnen, weil wir jetzt doppelspindlig produzieren können. Durch die hauptzeitparallele Beladung mit Palettenwechsler und die 5-achsige Bearbeitung in einer Aufspannung erreichen wir attraktive Stückkosten. Das ist ein echter Wettbewerbsvorteil.“ Es werden zurzeit vermehrt sich wiederholende Bauteile von einspindlig auf doppelspindlig umgestellt und auf der Licon-Maschine bearbeitet. Ein zweites Bearbeitungszentrum gleichen Typs wurde kürzlich bei Firma Licon geordert.

Bevor es zur Kaufentscheidung kam, überzeugte sich Jung & Co. in dreierlei Hinsicht: Zum einen ließ man eine exemplarische Probebearbeitung im Licon-Werk durchführen, bei der der Doppelspindler in seiner Leistungsfähigkeit extrem gefordert wurde. Die hohen Ansprüche an Robustheit und Dynamik konnten erfüllt werden. Zum zweiten schaute man sich die Herstellkultur an und stellte fest, dass Licon ausschließlich in Süddeutschland produziert, und das mit einer sehr hohen eigenen Entwicklungs- und Fertigungstiefe. Und drittens lag ein großer Schwerpunkt auf technologischen Strategien, Beratung und Service – nicht nur bezogen auf die Maschine, sondern vor allem auf die Applikation. Auch hier konnte der Laupheimer Anbieter punkten. Thomas Lehmann von Jung & Co. dazu: „Licon hat sich als die richtige Firma erwiesen und uns das Vordringen in diese neue Welt durch intensive Fertigungsbegleitung wesentlich erleichtert.“ Das freut Licon-Geschäftsführer Winfried Benz, der vor mehr als einem Jahrzehnt die Weichen für die heutige Ausrichtung seines Unternehmens gestellt hat: „Mit unserer Maschinenplattform LiFLEX II 444 ist uns ein Riesensprung gelungen, der an Performance nicht zu überbieten ist. Mittlerweile haben wir darauf basierend in Summe drei Plattformen und eine Vielzahl unterschiedlicher Maschinenvarianten entwickelt, die sich einer regen Nachfrage sowohl in der Automotive-Branche als auch in anderen Märkten erfreuen.“ Ein Ende der Fahnenstange in punkto Ausrichtung und Technologieentwicklung ist in Kummerfeld noch längst nicht erreicht. So setzt das Unternehmen bereits heute auf die additive Fertigung in Edelstahl, Aluminium und Titan, um seinen Kunden bei fertigungstechnischen Umsetzungen auch ungewöhnliche konstruktive Lösungen bieten zu können, die noch vor kurzem undenkbar schienen.

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