Auch für Verbundmaterialien und Kombinationen von Bauteilen aus unterschiedlichen Werkstoffen

Auch für Verbundmaterialien und Kombinationen von Bauteilen aus unterschiedlichen Werkstoffen eignet sich das neue Verfahren von Desoutter.

MAINTAL (mg). „Damit bekommen unsere Kunden viele Probleme in den Griff, die im weitesten Sinne mit zu hohen Toleranzen im Schraubenlos, in den Bohrungen oder im Material zu tun haben“, erklärt Desoutter-Geschäftsführer Jürgen Göbel. „Bei solchen Schraubfällen ändert sich oft der Einschraubwiderstand während der Montage, so dass die eingesetzten Schraubwerkzeuge mit herkömmlicher Programmierung zu früh oder zu spät abschalten.“

Die Folge seien überstehende, zu tief versenkte oder gar abgerissene Schrauben. „Mit dem KoALa-Verfahren werden derartige Fehler deutlich reduziert“, verspricht er. Gewindeformende Schrauben würden in allen Materialien zuverlässig montiert. Vor allem eignet sich das Verfahren auch für die Montage mehrerer Komponenten aus unterschiedlichen Werkstoffen.

Präzise Verschraubungen

Mit der herkömmlichen Steuerung über das Drehmoment und/oder den Drehwinkel komme man hohen Toleranzen in den Bauteilen und den daraus resultierenden, stark schwankenden Reib- oder Furchkräften kaum bei, betont Produktmanagerin Stefanie Heß. „Das verhindert natürlich wiederholgenaue und präzise Verschraubungen.“ Denn obwohl bei den klassischen Verfahren immer mit dem gleichen Drehmoment angezogen werde, könne es vorkommen, dass einige Schrauben überstehen und bei anderen der Kopf abreiße. „Das bedeutet mindestens sehr viel Nacharbeit“, sagt Heß, „denn der Werker muss eine neue Schraube nehmen und noch einmal anziehen.“

Im schlechteren Fall sei das zu montierende Bauteil aus der Fertigung zu nehmen und als Ausschuss zu behandeln. Und selbst, wenn die Schrauben „gut“ aussähen, schwankten die Klemmkräfte in den Verbindungen häufig sehr stark – oder seien womöglich gar nicht vorhanden. Mit KoALa wird nun jede Schraube exakt eingedreht, verspricht Desoutter. Das Kürzel steht für „Kopfauflageerkennung“ der Schraube.

Einfach, zeitsparend, kostengünstig

Um die Kopfauflage zu erkennen, muss das elektronisch gesteuerte Schraubwerkzeug über einen Messwertgeber verfügen und die Steuerung entsprechend programmiert sein. Das Programm analysiert dann während des Montagevorgangs die Schraubkurve und findet über einen mathematischen Algorithmus den Moment der Kopfauflage. Ab diesem Zeitpunkt wird die Schraube je nach Anforderung um einen bestimmten Drehwinkel weitergedreht oder auf ein definiertes Drehmoment angezogen. „Einfacher, zeitsparender und kostengünstiger geht es nicht“, versichert Heß. Mit KoALa würden konstante und wiederholbare Verschraubungen erzielt. Zwar streue bei diesem Verfahren das Drehmoment stärker, trotzdem werde die Klemmkraft konstanter und präziser eingebracht. www.desouttertools.com