Werk von First Solar in Frankfurt an der Oder: Das Unternehmen will Pläne zum Aufbau neuer

Werk von First Solar in Frankfurt an der Oder: Das Unternehmen will Pläne zum Aufbau neuer Produktionsanlagen stutzen und stattdessen durch die Aufrüstung vorhandener Werke die Produktionskosten spürbar senken (Bild: First Solar).

TEMPE (Dow Jones/ks)–Für 2011 erwartet First Solar nun ein Ergebnis je Aktie zwischen 5,75 Dollar bis 6,00 Dollar bei Erlösen von 2,8 Mrd Dollar bis 2,9 Mrd Dollar. Im Oktober hatte das Unternehmen bereits seine Prognose auf 6,50 Dollar bis 7,50 Dollar je Aktie und einem Umsatz zwischen 3 Mrd Dollar bis 3,3 Mrd Dollar gesenkt. Doch damit nicht genug: Nicht enthalten in der neuen Prognose ist eine mögliche Abschreibung in Höhe von 0,85 Dollar je Aktie auf Anlagen und Abfindungszahlungen.

Im Vorstand geht der Umbau derweil weiter. Nach dem überraschenden Rauswurf des CEO Rob Gillette im Oktober hat nun der Chief Accounting Officer James Zhu seinen Abgang angekündigt. Er wolle “neue Möglichkeiten verfolgen”.

Im November hatte First Solar Restrukturierungsmaßnahmen angekündigt. So will das Unternehmen Pläne zum Aufbau neuer Produktionsanlagen stutzen und stattdessen durch die Aufrüstung vorhandener Werke die Produktionskosten spürbar senken.

Mit der Prognose für 2012 hat First Solar die Analysten enttäuscht. Während das Unternehmen ein Ergebnis je Aktie von 3,75 Dollar bis 4,25 Dollar und einen Umsatz zwischen 3,7 Mrd und 4 Mrd Dollar erwartet, waren die von Thomson Reuters befragten Marktbeobachter bislang von 7,42 Dollar je Aktie und Erlösen in Höhe von 4,1 Mrd Dollar ausgegangen.

Vorbörslich verliert die First-Solar-Aktie 12,7%. Zuvor hatte das Papier in den vergangenen drei Monaten mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüßt.

Die Solarmodulindustrie leidet derzeit erheblich unter dem Preisdruck, den asiatische Hersteller ausgelöst haben.