Fertigung bei First Solar in Frankfurt an der Oder: Das Werk könnte von den aktuellen Plänen des

Fertigung bei First Solar in Frankfurt an der Oder: Das Werk könnte von den aktuellen Plänen des weltgrößten Herstellers für Dünnschichtmodule profitieren (Bild: First Solar).

NEW YORK (Dow Jones/ks)–Ziel sei es, die Herstellungskosten für Solarmodule bis 2014 auf 52 bis 63 US-Cents pro Watt von derzeit 74 Cents zu drücken und die Rate zu steigern, mit der Sonnenlicht in Strom umgewandelt wird, so der weltgrößte Hersteller von Dünnschicht-Solarmodulen.

Deutschland bleibt aus Sicht von Chairman Michael Ahearn ein starker Absatzmarkt, insbesondere nachdem die Bundesregierung die Energiewende angekündigt hat. Sehr gute Chancen sieht er auch in den USA, wo alte Kohlekraftwerke mit Kapazitäten von vielen Gigawatt in den nächsten Jahren abgeschaltet werden. Steigend sei auch die Nachfrage in Indien, China, dem Mittleren Osten und Nordafrika.

Zunächst nicht gebaut werden geplante Werke in Vietnam und Frankreich, dafür werden neben den deutschen auch die Produktionsstätten in Malaysia und den USA aufgerüstet und in Arizona ein Neubau errichtet.

Die Neuausrichtung geht einher mit dem überraschenden Rauswurf von Chief Executive Rob Gillette. Ahearn, der dessen Position interimistisch übernahm, warf Gilette vor, er habe “einfach nicht richtig zum Unternehmen gepasst”. Gerüchte über Betrug, Ermittlungen oder Produktionsprobleme als Entlassungsgrund seien dagegen völlig aus der Luft gegriffen.

First Solar hatte in der vergangenen Woche zwar einen Gewinnzuwachs auf netto 197 (177) Mio Dollar und einen 26-prozentigen Umsatzanstieg berichtet. Doch die Bruttomarge war auf 37,7% von 40,3% gesunken. Gleichzeitig hatte First Solar die Prognosen für das Gesamtjahr deutlich zurückgenommen: Der Gewinn je Aktie soll nur noch 6,50 bis 7,50 Dollar statt zuvor genannter 9,00 bis 9,50 Dollar erreichen. Beim Umsatz werden 3,0 Mrd bis 3,3 Mrd Dollar gegenüber 3,6 Mrd bis 3,7 Mrd Dollar erwartet.