Zusammenbau einer Lithium-Ionen-Testbatterie: BASF will im Rahmen des Zukunftsprojekts

Zusammenbau einer Lithium-Ionen-Testbatterie: BASF will im Rahmen des Zukunftsprojekts „Hochenergie-Lithium-Ionen-Batterien“ (HE-Lion) die Energiedichte der Batterie deutlich zu erhöhen – und so den Einsatz speziell in Elektrofahrzeugen weiter auszubauen (Bild: BASF).

LUDWIGSHAFEN (ks). Im Rahmen dieser Aufwendungen ist auch der Bau einer Produktionsanlage für fortschrittliche Kathodenmaterialien in Elyria im US-Bundesstaat Ohio geplant, so das Unternehmen. Die neue Anlage mit einem Investitionsvolumen von mehr als 50 Mio Dollar soll ab Mitte 2012 den Markt mit Kathoden­materialien zur Herstellung leistungsstarker Lithium-Ionen-Batterien versorgen.

Darüber hinaus ist BASF vor kurzem auch in die Entwicklung von Elektrolyten eingestiegen. „Mit dem Einstieg in das Elektrolytgeschäft erweitern wir unser Portfolio innovativer Lösungen für hochleistungsfähige Lithium-Ionen-Batterien und können in Zukunft als Systemanbieter die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden im Bereich der Elektromobilität unterstützen“, betonte Dr. Andreas Kreimeyer, BASF-Vorstandsmitglied und Sprecher der Forschung. Neben Materialien für Lithium-Ionen-Batterien, zu denen auch Lösungen für Anoden und Separatoren gehören, forscht die BASF außerdem an zukünftigen Batteriekonzepten wie Lithium-Schwefel oder Lithium-Luft.

„Mit unseren Forschungsaktivitäten tragen wir einen wichtigen Teil dazu bei, dass Elektroautos bezahlbar, umweltfreundlich und nachhaltig sein werden. Dazu brauchen wir Batterien und weitere innovative Komponenten, die eine höhere Reichweite bei geringerem Gewicht und niedrigeren Kosten ermöglichen“, erläuterte Kreimeyer.

Auch die Politik sei gefordert, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Elektromobilität im globalen Vergleich wettbewerbsfähig sein wird. Dazu gehören etwa staatliche Forschungs- und Entwicklungsprogramme, damit Deutschland seinen technologischen Vorsprung hält und bei der Elektromobilität aufbauen kann. Dies sichere die Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland, so BASF. „Wenn die Industrie zusammen mit der Politik, Wissenschaft und Gesellschaft an einem Strang zieht, kann sich die Elektromobilität flächendeckend durchsetzen und zu einer bezahlbaren und nachhaltigen Alternative zur klassischen Verbrennungstechnik werden“, sagte Kreimeyer.