Forschungsfabrik

Nach der Übergabe der Bewilligungsbescheide des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: v.l.n.r.: Prof. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Bernd Tillack, Institutsleiter des Leibniz-Instituts für innovative Mikroelektronik (IHP), Dr. Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender der Infineon AG, Prof. Johanna Wanka, Ministerin für Bildung und Forschung, Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Hubert Lakner, Vorsitzender des Fraunhofer-Verbunds Mikroelektronik, Prof. Günther Tränkle, Institutsleiter des Ferdinand-Braun-Instituts, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH). -Bild: Fraunhofer Mikroelektronik /A. Grützner.

Um die Position der europäischen Halbleiter- und Elektronikindustrie im globalen Wettbewerb zu stärken, haben elf Institute des Fraunhofer-Verbunds Mikroelektronik gemeinsam mit zwei Instituten der Leibniz-Gemeinschaft ein Konzept für eine standortübergreifende Forschungsfabrik für Mikro- und Nanoelektronik erarbeitet.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Fraunhofer mit 280 Millionen Euro Leibniz mit 70 Millionen Euro.

Die bisherigen Standorte der Institute bleiben dabei erhalten, der Ausbau und der Betrieb werden in einer gemeinsamen Geschäftsstelle koordiniert und organisiert. Das Ziel ist es, den Kunden aus Großindustrie, kleinen und mittleren Unternehmen sowie den Universitäten die gesamte Wertschöpfungskette für die Mikro- und Nanoelektronik unkompliziert aus einer Hand anbieten zu können.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka sagte bei der heutigen Auftaktveranstaltung in Berlin: "Wir brauchen im Zeitalter der Digitalisierung mehr Hightech-Wachstum in Europa. In der ‚Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland‘ bündeln wir unsere exzellente Forschung. Damit werden wir auch international als Schwergewicht der Forschung sichtbar und haben die große Chance, selber entscheidende IT-Entwicklungen anzustoßen. Das ist ein Beitrag zur Stärkung einer wichtigen Schlüsselindustrie, auch mit Blick auf Europa, Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze."

Der Fokus der institutsübergreifenden Arbeit wird auf vier zukunftsrelevanten Technologiebereichen liegen – 'Silizium-basierte Technologien', 'Verbindungshalbleiter und Sondersubstrate', 'Heterointegration' und 'Design, Test und Zuverlässigkeit'.

Johanna Wanka
Das BMBF startet ein neues Investitionsprogramm für Mikroelektronik-Forschung.Bundesforschungsministerin Johanna Wanka sagte bei der Auftaktveranstaltung: "Wir brauchen im Zeitalter der Digitalisierung mehr Hightech-Wachstum in Europa." -Bild BMBF

Das BMBF unterstützt mit den Investitionen in die 'Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland' und in weitere Aktivitäten auf diesem Gebiet die Mikroelektronik mit insgesamt rund 800 Mio Euro bis 2020. Dies ist Teil eines Maßnahmenpaketes zur Förderung der Mikroelektronik in Deutschland, das die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat und zu dem auch eine Investitionsförderung für Mikroelektronikunternehmen gehört.

Die Mikroelektronik ist eine Schlüsseltechnologie für strategisch bedeutsame, starke Industriebranchen wie den Maschinen- und Automobilbau. Moderne Mikroelektronik ist Voraussetzung für Industrie 4.0, intelligente Mobilität und effiziente Technik für die Energiewende.

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