Einer Umfrage des Stifterverbandes zu Folge steigen die Forschungsausgaben dieses Jahr (Bild: 3M).

Einer Umfrage des Stifterverbandes zu Folge steigen die Forschungsausgaben dieses Jahr (Bild: 3M).

Der Stifterverband sieht die Unternehmen auf einem stabilen Wachstumspfad: Der FuE-Frühindikator liegt bei einem Wert von +0,42.

ESSEN (gk). Die deutschen Unternehmen werden in diesem Jahr deutlich mehr für Forschung und Entwicklung (FuE) ausgeben als im Jahr 2010. Das ergab eine repräsentative Befragung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Drei Viertel wollen ihre F&E-Aufwendungen steigern, ein Drittel der befragten Unternehmen sogar deutlich.

Aus den Angaben ermitteln die Experten des Stifterverbandes einen so genannten FuE-Frühindikator. Dessen Wert liegt jetzt bei +0,42 und damit praktisch auf dem Niveau des Vorjahres (+0,44). Im Jahr 2010 steigen die FuE-Aufwendungen der Wirtschaft laut Planangaben vom Herbst 2010 um 4,4 Prozent auf 58,4 Mrd Euro. Einen vergleichbaren Zuwachs erwartet der Stifterverband nun auch für 2011. “Die Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft”, sagt Andreas Kladroba, Geschäftsführer der Stifterverband-Wissenschaftsstatistik. “Die deutsche Wirtschaft hat die Krise gut überstanden und befindet sich wieder auf einem stabilen Aufwärtspfad”, so Kladroba.

Der FuE-Frühindikator gibt auf einer Skala zwischen -1 (starker Rückgang) und +1 (starke Zunahme) die Erwartungen der Wirtschaft wieder. Er stützt sich auf der Einschätzung von rund 1000 Unternehmen aller Größenordnungen und Branchen. Diese Unternehmen repräsentieren rund 20 % der FuE-Aufwendungen der Wirtschaft.

Von den befragten Unternehmen haben 75 % angegeben, dass sie im Jahr 2011 ihre FuE-Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr steigern werden, gut ein Drittel will seine FuE-Anstrengungen sogar deutlich steigern. Knapp 18 % gehen dagegen von einem Rückgang der eigenen FuE-Aufwendungen aus.